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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Seite
556
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5Z6 Von den Schlangen.

Zwar wird von denen Christlichen Lehrern gröstentheils da-vor gehalten, es habe der Satan in der That sich hinter die Ma-schine einer natürlichen Schlange gestecket,welche er besessen,undalso derselben zu seinem Werckzeuge sich bedienet. Allein diesicherste Meinung, welche am wenigsten einiger Schwierigkeitunterworffen, wird wohl seyn, zu glauben: daß der alte Men-schen-Mörder,Joh.8,44- nur unter der Larve einer sehr schönenSchlange, das gantze Spiel geführet, oder sich bloß in eineSchlange verstellet, so wie er nachgehcnds jener Here zu Endor,unter der Gestalt des Propheten Samuels erschienen, und mitderselben geredet hat,i Sam.28,i4» Denn so wird dem Teufelallerdings zugeeignet, was bey Adams Fall von der Schlangengesagt wird.

1) Weil der Teufel in der That listiger gewesen, als alleThiere aufdem Felde, ja so listig, daß er der Even, sowohl alsihrem Ehemanne, eine erdichtete Selbst-Vergötterung weißmachen und einschwatzen wollen.

2) Weil er ferner als eine arglistige Disputir-Schlange zu-erst die Streit-Frage vorgelegt, hernach das Argument, undBeweisgrund umgekehret, und letztlich einen ihm tauglichenUnter-Satz gemacht *.

z) Weil der natürlichen Schlange, als eines listigen Thiersvor allen Thieren auf dem Felde darum gedacht wird, daß manerkennen möge, wie Satan ein solch Bild desto eher angenom-men, weil die Natur und listige Art der Schlangen, den erstenEltern aus dem bisherigen Umgänge genug bekannt gewesen,und sie desto weniger Verdacht in das Sprechen setzen möchten,wird er seine verführische Röde nicht sofort auf einmahl vorge-bracht, auch zuerst von andern Dingen mit der Even vernünftiggesprochen haben, bis er endlich mit mancherley künstlichenWendungen im öfter» Auf- und Absteigen, sie zu dem verbothe-uen Baum gelockt, und sodenn die Gelegenheit, sie fälschlich zuüberreden, in acht genommen, wie gegen den Heyland selbst,Matth.4, i. 2. Marc.i, iz.

4) Weil das Vorfordern vors Gericht, die Verweisung des

begann

* Vül. Kupsstl'- Bibel, p. ;y. 40.

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