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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Von den Schlangen. 555

men, Deut.4,18. Röm.r, 2z. auch die Schlangen angebetet,Hiß. v. Drach. zu Bab. v.22. ja selbst den Teufel und Sata-nas in verschiedenen Götzen-Tempeln, in Gestalt der Schlan-gen verehret, wie der Dienst des Lscui 3 xii,?vckom 8 oder ^xol-jjms, u. a. m. bezeuget, conf. 2 Reg.iZ, 4. zu geschweige» derZauberer und Beschwerer, welche durch allerhand teufelischeund abergläubische Künste die Schlangen zu beschweren wü-sten. Denn einige rührten die Schlangen nur mit der Handu/,- andere machten einen Kreiß, brauchten allerley unbekannteDinge und Mittel, redeten viel kauderwelsche Worte, räucher-ten mit Schwefel, und was dergleichen AlfanHereyen mehr wa-ren. Die gröste Beschwerungs-Kraft aber ward dem Bötenoder Murmeln zugeschrieben, da der Schlangen-BeschwereteinHauffen unbekannte und undeutliche Worte daher lispelte,mdadurch l) die Schlangen aus ihren Höhlen und Löchernhervorzurufen, und an einen Ort zu versammlen, oder 2) sie zumjagen; oder z) sie aufzuhalten, ohnmächtig und unem-pfindlich zu machen; 4) alles Gift zu benehmen; 5) die so da-von gebissen waren, zu heilen, und gesund zu machen, ja sogar6) zu machen, daß die Schlangen mitten entzwey bersten mü-ßen, conb.Hist. vom Drach. zu Bab. v.26. doch konnten nichtalle Schlangen beschworen werden, wie zu sehen Jer.8,i?. Coh.io,n. dergleichen diejenige waren, so dem Beschwörer entgegenzischeten,oder nichts auf seine Stimme gaben, und also gleichsammit tauben Ohren anhörten, Ps.98,5.6. con5Prov.2i,!Z. Es.Wz.oder wohl gar auf den Schlangen-Beschwerer loögiengen,Slt.,2, iz*. Schändlich war, daß gewisse Ketzer, im zwey-ten Seculo, die Ophiten genannt, eine gewisse Schlange in Eh-ren hielten, welche auf ihren Altären herumschweiffte, und zu-erstdas Brodt im Heil. Abendmahl belecken muste, alödennsiees von Christo geheiiiget hielten**.

§.7. Der schändlichste Mißbrauch der Schlangen, so je-mahls vorgegangen, ist, daß sich der leidige Teufel m solches-Bild verstellet, und unsere erste Eltern verführet hat, Gen.z.rsg. 2Cor.n,Z. Apocn2,y. c.2v,2. Zwar

* Via.Bock. I.c. c.6. P.z8?.lq. coU. 7cd.l.u6otf. comm säkik.skkivp.p> 1Z7. tg. ** 4 e ksrres. c 17.