Von den unreinen Vögeln. zzz
mersatt genennet wird, lebt vornemlich von Fischen, sieht auswie eineLöffel-Ganß, hat einen grossen Beutel oder Kröpf amSchnabel, und kan auf einmahl einen 6. bis 8. pfundigen Fischverschlingen. Sie sollen oft zu taufenden mit einander stiegen,und vermittelst ihres Kropfs die kleinen Teiche und Pfützenausschiffen, und hernach die Fische als ihre liebste Nahrungverzehren. Sie pflegen den Kopf ins Wasser zu stecken undDck zu schreyen, und damit dem Schreyen der Esel oder viel-mehr Brüllen der Ochsen gleich zu kommen, welches dennsehr greulich und entsetzlich anzuhören, vornemlich an wüstenOrten und Einöden, wie David darauf zielet, wenn er seinTrauren und Leidwesen beschreiben will, Ps.io2,7 *.
II. Mit dem Onocrotslo wird zusammen gesetzt NdUoder Lev. n, 18. Deut.i4,i7. Ps. 102,7. als ein Vo-gel einerley Art oder Geschlechts, und dadurch verstanden keU-cEs, ein pelican, oder Löffel-Ganß, dessen Schnabel fornebreit ist, daher erauchplates heist, und wie ein Löffel gestalt,sonst ist er von dem Reiger nicht sehr unterschieden, darum aucheinige Ausleger einen Reiger verstehen, und besonders eineArt,^räerr üeNsris, insgemein Lutauru8, Rohrdommel ge-nannt, wie auch Lutherus das Hebr. Wort gegeben, welcherVogel mit seinem greulichen Brüllen dem Onocrotalo nichtsnachgiebt, vornemlich wenn er den Kopf ins Wasser oderSchlamm stecket, daß die Stimme darinnen gebrochen werde,und also die gantze Nacht hindurch schreyet oder brüllet, daß esaufeine halbe Meile kan gehöret werden. Das Hebr.Stamm-Wort aber, davon der Nahme herkommt, heist vomere,speyen, sich brechen, welches sich am besten auf den Pelicanschicket, Massen von demselben bekannt ist, daß er dieAnsternund Muscheln häuffig in sich schlucket, und wenn sie im Magenerwärmet worden, daß sie sich ausschließen, sie wieder auöspeyet,und sodenn das Fleisch heraus nimmt und verzehret. Sonst
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* Siehe Breßl. Sammlung der Natur-Geschichte, 54. Versuch, p.56coll. kocii. I. c. c. 2O. p. 27z. ig. A Hühners Natur reckevil, M'ter dem Wort Pelica». x>