Von den unreinen Vögeln. zzr
Federn selbst desto besser halten, oder in ihren Löchlein eingeste-cket bleiben. Im Frühling aber erweitert sich der gantze Leibdurch eindringende Wärme, alle Löchlein, in welchen die altenFedern stecken, werden auch offener oder weiter; dazu dieals-denn regierende Feuchte daö Ihrige noch beyträgt,als welchedie Zäsern locker machet. Wenn insonderheit der warmeMtags-Wind regieret, so wird die äussere Drückung derLust um viel gehoben, die innere in allen Aederlein enthalteneW dehnet sich aus, und wird wiederum die gantze Haut undderen Löchlein weiter, so daß die alten Federn desto eher aus-fallen. Wenn dis alles, die nachlassende Kälte, die ankom-mende Frühlings-Wärme, nebst dem warmen Süd-Windund mehreren Feuchtigkeit noch nicht gnugsam ist, so nehmendie Habichte zu Hülffe die Sonne, und strecken ihre Flügel ge-gen dieselbe aus, und also mithin gegen Mittag, damit derganße Leib erwärmet, der Umlauf des Geblüts befördert,die Löchlein der Haut mehr geöffnet oder erwärmet wer-den *.
XI. Der Rabe, corvug, ist auch ein Flekschfreßiger Vo-gel, mit einem dicken, langen, geraden oder nicht so gar ge-krümmeten Schnabel versehen, heist im Hebr. von derschwachen Farbe, Cant. 5, n. Lev. n, 15. Deut. 14,14. weildas Stamm-Wort auch heist oblcurari, obtenc-brari,schwach und dunckel werden; wie auch Zeph. 2, 14.Wiewohl andere solches lieber auslegen irccita-; öe vassims,Verwüstung, nemlich also: Eine Stimme des Wider-halls wird schallen aus den Fenstern; Verwüstungwird seyn aufden Balcken, wenn die Ledern-Brercerwerden abgerissen seyn, cons Es. 34, n. Sonst liebetder Rabe gar sehr wüste Oerter und die Einöde, Es. Z4,n. oderhalt sich aufin den Thälern, wo das Aaß hingeworffen wird,und heissen daher corvi vnlli, die Raben im Thal, Prov. zo,17. eont. Ier. zi, 40 **. Sie nehren sich vom Aaß, daherjener Rabe, welchen Noah ausstiegen ließ, nicht wiederkam,
L l 2 wegen
* Viä.Sckeuckr.kkyl'. 5 -p 414. K 4ls. col!. Lock. I. e. c. 19, x.
Lüä liz. ** 1b. e lO x, l§8.