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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
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Von den unreinen Vögeln.

Geyer sind, nicht aber, wie einige vorgeben, eine Amsel,inerula, verstehen *. Unser Stargardischer Herr v. Zierold,in s. 8. Vorstellung deutet es auf den Aybitz, dessen Eyer füreine Delicatesse gehalten werden**, und der mit seinem Hüpf«fen und Tantzen, ein Bild der Unbeständigen, Wanckel-müthigen und Vorwitzigen ist.

X. Der Habicht, sccipiter, Hebr. Syr. mt 5 a,Chald. netiatla, vom Stamm-Wort volare, stiegen,weil er einen geschwinden und starcken Flug hat, Job 59,26.Deut. 14,15. daher der Habicht bey den Egyptiern gewesen einSinnbild der Winde. Es gehören unter die Habicht-Ge-schlechte die Moßweihe, dieFalcken, die Sperber, welcherletztem Lateinischer Nahme Klilu8 vermuthlich herkommt vondem Hebr. ^ wie denn auch Lutherus es übersetzet Sperber,Deut. 14,15. Die Habichte mausen, indem ihnen zuweilen dieFedern auswachsen und andere neue nachwachsen, welches einWerck des weisen SchöpfferS ist, der machet, daß der Habichtfleugt, und seine Flügel gegen den Mittag ausstrecket, Job 59,26. davon Gregorius also spricht: Hauß - Habichte, wennsie wollen Federn bekommen, müssen ein feuchtes und warmesQuartier haben. Wilde Habichte aber pflegen bey dem Süd-Wind die Flügel auszustrecken, da denn, wenn sie also erwär-met, ihnen die alten Federn ausfallen. Wenn die Lust stillist, so strecken sie ihre Flügel aus gegen die Sonne, schwingendieselbe, um die warme Luft an sich zu bringen; da denn durchdie Wärme die Haut-Löchlein eröffnet werden, daß die altenFedern ausfallen, und neue hernach wachsen. Dieses kom-met gar schön üb'erein mit der heutigen Natur-Wissenschaft undderen bewährten Gründen. Denn des Winters muß der Ha-bicht sowohl als alle andere Vögel bekleidet seyn mit Federn, da-mit er vor der Kälte gnugsam bewahret werde. Hierzu mußihm die Kälte selbst dienen, als welche vermittelst der starckdruckenden Luft die Zasern der Haut zusammen ziehet, daß die

Federn

* Viö. 1Iiec>Ic>x. Nibliork, 16 Th- p. ZZ4.

** Viä. Kömgl. Kreuß. Laict, dm zi April l.oz.