M
Von den unreinen Vögeln.
wegen des vielen Aases, daö aufden Wassern schwimmete oderaufdenBergenlag,Gen.8,7*. Sie trachten aber vornem-lich und am ersten nach den Augen, auch so gar der lebendenThiere, con 5 . Prov. 30,17. Sie sind mit in Gottes Für-sorge eingeschlossen, Luc. 12,24. Iob z9, z. Ps. 147, 9. undmüssen auch ihrem Schöpffer zu Gebothe stehen, theils denFrommen zum Besten, i Reg. 17,4. 6. theils den Gottlosenzur Strafe, sonderlich ungerathenen Kindern, Prov. zc>, 17.Im Griechischen heist der Rabe xo§oeA Luc. 12,24.
Von den Raben hatte den Nahmen jener Moabitische FürstOreb, guali Lorvinus, Jud.7,25. Es. 10,26.
Wenn andere Vögel mit ihrem lieblichen Gesang Gott zuEhren gleichsam Lob- und Danck-Lieder anstimmen, so agirt derRabe mit seiner groben und lauten Stimme einen Bettler,der um ein Allmosen bittet, und also sein Verlangen nach derSpeise damit andeutet, wie die Löwen mit ihrem Brüllen,Ps.io4,2i. Ioel 1,20. welches die Schrift nennet zu Gottschreyen, Job 39,3. Ps.i47,9. Daher die fabelhaften Glos-sen der Jüdischen, Arabischen und alten Kirchen-Lehrer keinestatt finden, wenn sie fälschlich vorgeben: wenn die jungenRaben an die Welt kommen, vermeinen die Alten, weil sie nichtschwach aussehen, es seyn Schlangen-Jungen, und fliehen vonihnen weg, worauf Gott sie unmittelbar ernehre, oder so vielFliegen und Schlangen aus ihrem eigenen Mist oder Nestwachsen lasse, welche ihnen in den Mund fliegen. Welchesalles wider die Erfahrung ist, indem die jungen Raben von denAlten nicht ehe verlassen werden, als wenn sie aus dem Nestfliegen, und selbst ihre Speise suchen müssen, da sie denn frey-lich umher fliegen und schreyen, und gleichsam Gott ihreNoth klagen, der sich auch so denn ihrer annimmt, nicht ebendurch ein Wunder, sondern nach denen von ihm in die Naturgesetzten Ordnungen**.
Die Raben, welche dem Propheten Ella Brodt undFleisch durch ein besonder Wunder zugetragen, eben so gerne,
als
* lb. c. 12. p. 229 sq.
** Via. 8 cksuckr.I.c.p.Z 79 .s 8 Q. cc>u. Lock. c. u, p. soz h.
- '
- H
Mü
ch.i
sie»