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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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4io Von den Thieren insgemein.

lein eines Sand-Körnleinö seyn können, die man durch dieVergrösterungs-Gläser bemercket hat ? Nichts minder müssenwir uns verwundern, daß die Thiere im währenden Gehen undHaussen ihre Kunstcörper alle Augenblick also stellen, daß sienicht aus dem Gleichgewicht kommen; daß die vierfüßigenThiere ihre Füsse im Gehen also richten, daß allezeit drey einenTriangul machen, binnen welchen die Directions-Knie einfüllet.Darnach sind die Instrumente der Bewegung, oder dieMäuß-lein also künstlich angeordnet, ausgesonnen, ausgearbeitet, ihreFaserlein und Blaßlein in gewisse Reihen gestellet, so daß siealle und jede ihre Kräfte ausüben und kein Bläßlein das anderehindert; dieFäferlein sind bald als Federn an einander gefüget,bald in einer Schrauben-förmigen Knie übereinander gewickelt,daß man billig auch bey Betrachtung dieser Kunstwercke aus-rüsten muß: Das muß ein grosser Herr seyn, der sie gemachthat! Sir.4Z,z. oder der diese lebende Uhrwercke nicht nur ge-macht, sondern auch selbst aufziehet, und ihre Bewegung inbeständiger Richtigkeit unmittelbar unterhält.

§. 9. Weil Menschen und Thiere mit der Zeit alt werdenund absterben, und also nicht beständig fortdauren können, derallweise Schöpffer aber so fort im Anfange diese Absicht gehabt,daß so lange diese Erde in gegenwärtigem Zustande verharret,auch keines von seinen zuerst hervorgebrachten Gcschöpffen un-tergehen sollte; So haben nun die Thiere die Gabe empfangen,ihres Gleichen zu zeugen, und sich zu vermehren, damit aufsolche Weise allezeit einerley Arten der Thiere erhalten werde,und kein Geschlecht derselben verlohren gehe, Gen. i, 22. c. 8,iz. 17. Diese Zeugung und Fortpstanhung der Thiere ist keines-wegeö einer Fäulung zuzuschreiben, wie die alten heydnischenWelrweisen wider allen Grund und Erfahrung vorgegeben;sondern ist ein rechtes Wunderwerck der Allmacht Gottes, wel-che aufeine uns unbegreifliche und über alle Natur-Kräfte stei-gende Weise, sich Hiebey besonders geschäftig beweiset, undKraft seines über die Creatur zuerst ausgesprochenen Seegens:6eyd fruchtbar und mehret euch! noch immer zu unmit-telbar in die ungestalte und unförmliche Materie des Saamens