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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Von den Thieren insgemein.

oder Eyleins eines jeglichen Thiers auch des geringsten Würm-leins, würcket, dergestalt, daß nicht nur eine so künstliche ausMband Theilen ordentlich und proportionirlich zusammenge-he Bildung oder Gestalt daraus hervorgebracht wird, son-dern auch jegliche Art wiederum andere ihres Gleichen zeugen,und sich so oft und vielmahl vermehren könne, je nachdem es dieNothwendigkeit und der allgemeine Nutzen erfordert. Darumwenn die wilden und reißenden Thiere, als Löwen, Bären,Wolffe rc. sich in grösserer Anzahl, als es würcklich geschiehet,vermehren sollten, so wären bald keine Hirschen und Rehe,Schafe und Rind-Vieh mehr übrig, ja die Menschen selbstmästen weichen, oder gleich jenen neuen Einwohnern des Lan-des Samaria, mit den wilden Thieren in beständigem Kriegeleben, conf. 2 Reg. 17,2z. Aber so hat Gott, der alles ande-.re ingewisser Zahl, Maaß und Gewicht geordnet, auch hier al-les weislich und wohl gemachet*. Und ist noch besonders merck-würdig dieArt und Weise der Zeugung oder Fortpflantzung,wie sie Stufenweise absteiget von dem edelsten Geschöpft derMenschen, bis zu denen geringsten Thierlein und denen Pflan-ßenselbst, daraus man nicht nur erkennen mag, wie zwar eineCreatur vor der andern edeler, aber doch in allem vollkommensey, sondern man trifft auch bey dieser Stufte Wercke einer un-endlichen Weisheit und Macht Gottes an. Die Zeugung desMenschengeschiehet nicht nur durch den Saamen, sondern dieMutter muß auch eine so köstliche Leibeö-Frucht neun Monathlang unter ihrem Hertzen tragen, und auch nach der Geburt,etliche Jahr sorgfältig verpflegen, eheste sich selbst helfen kan.Die viersüßigen Thiere bleiben zwar auch eineZeitlang in Mut-terleib?, können aber bald, nachdem sie in die Welt kommen,! ihrer Nahrung nachgehen, ohne der Alten Beyhülfe. Die

! Vogel bringen ihre Frucht zur Vollkommenheit ausser ihrem

leibe, müssen aber ihre Eyer einige Zeit wohl verwahren, undwrsbrüten. Die Fische steigen in so weit hinab, daß viel ihrenRogen oder Eylein nur ab legen, und dann an den Ufern oderhinter einem Felsen liegen lassen. Das Ungeziefer, welches

leben-

* §. sy. p. M lq. L kkys. §.)vb. p. fr. 7Z.