404 Von den Thieren insgemein.
Weisheit, unermeßliche und unbeschreibliche Macht, grosseund unendliche Güte an denselben auf das allervollkommenstebewiesen hat, Ier. 27,5. Ps. 104, 24. 2z.
§. 4. Demnach ist der Leib der Thiere, eben wie der Men-schen, nicht nur wenn er gantz, sondern auch in jeden besondernTheilen betrachtet wird, ein unvergleichliches Kunst-Werck desallmächtigen SchöpfferS und allweisen Werckmeisters allerDinge, eine Ickyckraulioo-^nevmatiea, solche Zust-
und Wasser-Kunst, welche die Vollkommenheiten Gottes unsin einem hellen Spiegel vor Augen stellet, und aufs beste anprei-set. Es ist gewiß kein Theil, ja keine Drüse, noch geringesAederlein, welches nicht eine Welt voller Wunder, und auchnicht so nothwendig, als nützlich ist *. Das Auge ist einevon Gott selbst wohl aptirre Ounera oblcura, welche allemenschliche Kunst und Wissenschaft unendlich weit übersteiget,und die äusserlichen Vorwürfe in würcklichen Gemählden demGemüthe vorstellet; und mag die Kunst, welche sich bey jedemWerckzeuge der andern Sinnen besindet, nicht einmahl mitmenschlichem Verstände begriffen werden. Die Zahne stel-len ein kleines Mühlwerck vor, conck. Coh. 12, z. indem dieSpeisen zwischen denselben, als zwischen zwey Steinen zer-quetschet , zerrieben und gemahlen werden, dabey die Zungegleichsam das Amt des Müllers verrichtet, und unter dem Käu-enimmer von neuen wieder aufschüttet, da inzwischen das Sub-tilste, und Dünneste der zerriebenen Speise sich nach und nachdavon schleichet, und hinunter geschlucket wird **. Das Hertzist ein besonders Meister-Stück der göttlichen Weisheit undAllmacht, welche dasselbe als ein vortrestich künstliches Ick/ära-contillei ium, Blut-Sprütze und Haupt-Rad geordnet, um zuBelebung des Leibes alle Säfte immer auszusprützen und wie-derum zu empfangen. Die Lunge ist ein wahrhafter Blas-balg, mit welchem wir ein- und ausathmen, und damit dasgrobe und dicke Geblüt wiederum verdünnen, und zum Umlaufbequem machen. Der Magen ist eine wohlgebaute Kück e,
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* liiich p 564. sq. Al'kiys 5 > Io!)i p. 6y. sq.
** Vicl, Richters A'käniitmß des Mensche», k.c.6 x.i?*