Z54 Von den fruchtbaren Bäumen-
daß es Jüden-pirschen gewesen: So fehlt es auch
nicht an solchen, welche Tartuffeln, Melonen, wel-sche LTlüsse und Brombeeren dadurch verstehen *. Nochsind einige, welche eine Art Indianischer Feigen darausmachen, dergleichen 50. an einem Stengel hangen, an Ge-stalt und Grösse wie Gurcken, habenden angenehmsten Geruchund Geschmack, und werden im Iunio reif** . Die neuesteMeinung hat kl3ttkTU8 ckülleru8 in seinem bkeropbyt. k. 1.0.27.x. 257-270. welcher mit vielen Gründen aus Hell.Schrift selbst genommen zu beweisen suchet, daß die vuänimnichts anders gewesen, als pirschen, Lei-alä, im Syrischenkerelcka oder dw'Nj? Kerulclw, d. i. Kälte ge-nannt, weil sie sowohl und zwar mehr in kalten als warmenOertern fortkommen, davon auch die Pontische Stadt Lerg.lus, weil daselbst viel Kirschbäume gewachsen, den Nahmenbekommen, von bannen wiederum I-ucuHn8 den ersten Kirsch-baum in Italien gebracht, wie ? 1 iniu 8 meldet.
So viel ist gewiß, wenn man alle Eigenschaften und Um,stände, welche die Schrift selbst von den Dudaim anzeiget,zusammen nimmt, nemlich:
1) Daß es dem Nahmen nach, so von lieben herkom-met, sehr angenehme Pflanhen oder Früchte müssen gewesenseyn.
2) Daß es solche Früchte gewesen, welche ein fünfjährigerKnabe, wie der Rüben war, langen und abbrechen können,und welche von delicaten Weibern sehr sehnlich beliebet worden,Gen. zo, 14. iz.
z) Daß sie in Mesopotamien und Palästina gewachsen, d. i.in einer Landschaft, allwo des Tages die Hiße und des Nachtöder Frost die Hirten plaget, Gen. zr, 42.
4) Daß sie gleich im ersten Frühling blühen, ehe noch derGranat-Apffel und der Weinstock ihre Blüthe zeigen, und ge-ben einen guten Geruch von sich, Cant.7,14. coll. v. rz.
5) Daß
* Viö. Hillsr. I. c. p. s6z. 2^4- k 267.
** Vici.^l.uUoIpü.I-!iK. ^srw'üp. p. äitlili.!, c,p. rr.
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