Von den fruchtbaren Bäumen. Z55
5) Daßdie Frucht zur Zeit der Weitzen-Erndte, d. i. imMorgenlande gegen Pfingsten reifwird, Gen. 90,14.
6) Daß es keine unbekannte Früchte gewesen, Gen. zo,14. 15. 16.
7) Daß e6Früchte gewesen, welche man aufbehalten undeinige Zeit haben konnte, wie auö Cant. 7,14. zu schließen.
8) Daß sie öfters vor die Thüren gesetzet und gepflantzetworden, ibici.
y) Daß eö eine Pflantze gewesen, aus deren Bast oder 'Rinde man einen Korb oder Flechte machen können, in welchedie Sommer-Früchte geleget werden, wie das Hebr.
Jer. 24, i. 2. anzeiget.
So läst sich dieses zwar auf eine oder andere Frucht, die inMesopotamien und dem gelobten Lande gewachsen, deuten,aber noch zur Zeit mit keiner Gewißheit sagen, dieses oder jenessey die Dudaim; daher thut man am besten, daß man darin-nen seine Unwissenheit bekennet, obwohl aus oben angeführtendiejenigen mehr Wahrscheinlichkeiten vor sich haben mögen,welche eine Baum-Frucht, als die, welche Blumen, oder gareine WurHel daraus machen wollen. Indessen sind die Du-daim mit ihrem lieblichen Geruch einBild der Gläubigen undihrer guten Wercke, Cant. 7,14. coll. Phil. 4, iz.
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Das -4- Capitel.
Vom Wein »Bau.
Hinter die edelsten fruchtbringenden Bäume wird besondersAN gerechnet der Weinstock, vm8, Gr. «^eXss-, Hebr.
W oder ^ viti8 vinjfera, Iud. 19,14. der an Grössekeinem Baum weichet; denn er wächst sehr hoch, so gar überdie Mauren und Gebäude, und umgiebt solche ganh und gar,Ps. 128,9. breitet sich auch weit aus, daß man darunter woh-nen kan, Sach.9, io. Mich. 4, 4. daher heist viri« exinüa,ein Weinftock der hoch wächst, und sich weit ausbreitet, Ezech.
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