Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
342
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A 42 Von hen fruchtbaren Daumen.

§. 8. Unter den Stein-Obstbäumen ist wohl der vornehm-ste, Ölen, eX«/«, der Oeblbaum ; dessen Blätter sind läng-licht, wie die Weiden-Blätter, doch ungekerbt, dick, hart, obenschwartz-grün, unten grau, fast ohne Stiel, und fallen denWinter nicht ab, Ps.52, ro. und bleiben so gar unter dem Was-ser, eonf. Gen.8,n. die Blüthe hängt Klumperweise, ist weiß-lich, bestehet aue vier Blätclein, woraus zuerst grüne Oliven-Beerlein hervor kommen, welche gegen die Reif-Zeit blaß wer-den, und endlich Purpurfarb und schwächlich. Sie werdenspät reif, im November und December, und nachdem sie ab-geschüttelt, werden sie hingelegt, bis sie schrumpfflicht werden,und sodenn unter die Oehl-Mühlen oder Kelter gethan, undgepresset mit zugegossenen heissen Wasser, und also wird dasOehk daraus gemacht. Das Holiz des Oehlbaumö ist schön,dicht, voller Adern und krauß, und brennet grün eben so, alstrocken, und weil eö so leicht Feuer fasset, hat es daher im Hebr.den Nahmen an statt 5^8 von arclere, brennen *,und konnte Simson die Oehlbäume der Philister durch seineFüchse gar leicht anzünden,Iud iz, 4.5. Der König Salomoließ die Cherubim aus Oehlbaum-Holtz machen, iReg.6,2z.zi. 52. und die Kinder Israel machten an ihrem Lauberhüt-ten-Fest, Hütten aus den Oehlzweigen, Neh.8,15.

Das Land Israel war so geseegnet und fruchtbar vonOehl-bäumen, als heute zu Tage Italien, Spanien und Franckreichimmer seyn mag, Deut.28,40. c-6,n. c.8,8. Nehem.9,25.Ios. 24, iz. 2Reg. 18,32. und besonders der Stamm Äser,Deut.zz, 24. und das Land um den See Genezareth, .solepk.L. 1^. z. c. zz. Also hatte David viele Oelgärten, i Chron.28/ 28. und Salomo hatte so viel Einkommen von Oehl, daßer den Zimmer-Leuten des Königs ;u Tyro,Hiram§, zu ihremDeputat, 20OO0 Bath Oehts geben können, 2 Chron. 2, w.

Die Oehlbäume wachsen am liebsten auf Bergen und Hü-geln, Neh.8,15. so daher cornu 6I1U8 olei oder clivii 8 uberri-MU8,fetter Ort heist, Es.z,l. Also war berühmt derOehlberg beyJerusalem, Sach.i4,4. Marc.iz,;. )lct.i,i2. 2Sam.iz,Z0.

In

* KÜker. k. e, c. iz. p. 174. tc;.