34 »
Von den fruchtbaren Bäumen.
sind, sind ein Bild der Frommen; böse und »»zeitige Feigenaber ein Bild der Gottlosen, Ier.24, i. 2. sq. c.29,17.
5) Ein Feigenbaum, der seine Zrollo8 oder Knoten zeiget,»den seine Feigen würdet, ist ein Bild der Gläubigen, welchemit guten Wercken umgehen, Cant.2,iz.
6) Feigen bedeuten die heilsame Lehre, welche bey keinenDornen falscher Propheten anzutreffen sind, Matth.7,6.
7) Der bis ins vierte Jahr unfruchtbare Feigenbaum istein Bild der unbußfertigen Jüden, zur Zeit des viertehalbjah-rigen Predigt-Amtö Christi, Luc.iz,6.7.
8) Der verfluchte Feigenbaum ist ein Bild der verworffe-nen Jüden, Matth.2i, 19 - 22. Marc.n, rz.
9) Abgelesene, abgeschüttelte oder durch den Wind abge-worfene Feigen sind ein Bild der gäntzlichen Ausrottung undZerstöhrung, oder plötzlichen und allgemeinen Verwüstung,Nah.z, i2. Es.z4,4. Äpoc.6,iz. c.16,12. iz. 14.
10) Der Feigenbaum ist ein Bild eines gütigen Regenten,der seinen Unterthanen allerley Lebens - Unterhalt und Noth-durst verschaffet, Jud. 9, n *.
Das Pflaster von Feigen, welches die Aertzte, auf desPropheten Jesaia Geheiß, auf des krancken Königs Hißkiä pe-stilenzialische Drüse legen musten,machte ihn gesund, nicht durchnatürliche, sondern übernatürliche Kraft Gottes, welche öftersgantz ungewöhnliche und der Natur nach unkräftige Mittel zurGesundheit gebraucht, damit man seine Hand, die überschweng-lich thun kan, dabey erkenne und ehre, Es.z8,2i. 2 Reg.2o, 6 **.
§. 7. Ein wilder Feigenbaum, 8ycomoru8, Gr. ovxs-Hebr. hat Blätter, wie ein Maulbeerbaum,und Früchte wie ein Feigenbaum; wuchs häuffig im gelobtenLande und vornemlich in den Gründen, i Reg.io,27. 2 Sam.5,2Z. daher heist kmek-kaekg, vallis svcomori, das Thal derMaulbeer- oder wilden Feigenbäume. Zachäus stieg auf ei^nen derselben, damit er über das Volck hervorragen, und Je-sum sehen möchte, Luc. 19, g. 4.5 f.
Pz §.8.
* Via. Uiller. I.c. c.,y. p.,90.
** Viä. Mller. I.c. -.17. p. 157.^.
f ldiö.