Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
318
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Zi8 Vorn Acker-Bau.

Tage ihres Osterfestes über gegessen werden, Exod.ia 8.Deut. 16,9. und bey dem Oster-Lamm, Num. 9, io. n.auch die Ostern die Tage der süssen Brodte genennet werdenMarc.4,r. Luc. 22,1. und dieses geschahe zum Andencke» ihreseilfertigen Auszugs aus Egypten, da sie den rohen ungesäuertenTeig mitnehmen musten,Exod. 12,99. heist das Brodc desElendes, oder imHebr.der Armuth, dergleichen arme Leutegeschwinde in der Asche backen, weil sie vor Hunger so lang nichtwarten können, bis sie gesäuert werden, dadurch die KinderIsrael ihrer erlittenen Drangsal in Egypten sollten erinnertwerden, Deut. 16,9. Mit ungesäuerten Brodten muste auchdas Ueberbliebene vom Speiß - Opffer von den Priestern beydem Altar verzehret werden, Lev. ro, 12. Ungesäuert Brodtkonnte sonst geschwinde gebacken werden, daher man sich der-selben bediente den Hunger zu stillen, oder ««vermutheten Gä-sten selbige vorzulegen, wie z.E. Loth, Gen. 19,9. die KinderIsrael, Jos. 5, n. Gideon, Jud. 6,19. die Hexe zu Endor, dasie den König Saul tractiren wollte, 1 Sam. 25,22. Unge-säuert Brodt ist ein Bild der Christen in ihrer Heiligung,i Cor. 5, 7.

Der Sauerteig, Hebr. XHH und "lvriv Lev. 2, n.Gr. termemum, hat solche Kraft, daß ein wenig dengantzen Teig versauert, i Cor. 5,6. Gal.5, 9. war aber denIüden verboten an ihrem Osterfest, Exod. 12,18.19. und beyallen Opffern, Lev. 2, n. 12. c. 6,16.17. c. 7, 12. ausgenom-men bey einigen Danck-Opffern, Lev. 7, 19. und besondersbey Opfferung der Webe-Brodte oder Erstlinge am Pstngst-Fest, Lev. 2,12. Es haben aber die Iüden in ihrem selbsterwehl-ten Gottesdienst oft dawider gehandelt, Amoö 4, 5. DerSauerteig ist ein Bild der Verderbniß, gegebenen Ergernißoder bösen Exempels, 2 Cor. 5,6. Hos. 7, 4. und der falschenirrigen Lehre, Marc. 8, rz. Matth. 16, 6 . 12. Luc. 12, i.Gal. 5,9. in welcher bösen Bedeutung einige das Wort Sauer-teig auch nehmen. Matth. iz, 99. Luc. 19,20.21. und verste-hen also durch den Sauerteig, welchen ein Weib nahm, undunter drey Scheffel oder drey Epha Mehl mengete, bis daß es

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