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Das 8- Capitel.
Vom Unkraut.
Unkraut ist insgemein alles dasjenige unnütze Kraut
7 ^) und Gewächs, welches zwischen den andern guten undnutzbaren Gewächsen, oder sonst aufden Feldern, Wiesen undGarten-Betten von selbst und ohne Wartung wächset, und al-len NahrungS-Saft an sich ziehet, oder auch die guten Ge-wächse unterdrücket, und daher als was Schädliches ausgegetetoder ausgerottet werden muß.
Mit dem Unkraut ausrotten oder ausgeten wird dasStraf-Amt der Lehrer und Prediger verglichen, Jer. i, io. so fern esden Gottlosen das Verderben und Verdammniß, welches auchdadurch bedeutet wird, ankündiget, Matth. iz, 29. c. iz, iz.Job zi, 8. i2. Ep.Jud.v.is. 2 Chrom 7,20. Jer.i8,7. c.zi,28. c. 42,10. c.45,4. Amoö9,iz.
§. 2. Unter denen verschiedenen Arten des Unkrauts wird inder Schrift am ersten genennet die Distel, Laröuus t. Iribu-lus, Gr. 7 ^/^o^oL', Hebr. vom frey- oder von sei be-wachsen also genannt, Gen. z,i8. und wlSsr oderist ein stachelicht Unkraut, das nichts nütze ist, und keine Früch-te bringet, Matth. 7,16. Luc. 6,44.. dem Lande aber höchst-schädlich, Gen.z, 18. Ebr.6,8. Job zr, 40. und ein Zeicheneines unbebaueten und wüsten Landes, Prov. 24, zi. Es. 54, iZ.Hos.to,8. c.9,6. *.
§. z. Die Nestel, l 7 ttica, Hebr. hat den Namen
vom Brennen, und wird deßwegen bey den Arabern gar Liwtkol-nari, 61 is ißlii8, eine Tochter des Feuers genennet. Istzwar ein Unkraut, wird aber dennoch von geringen und armenLeuten zur Speise gebrauchet, oder mit unter die Kohl-Kräu-ter gesammlet. Davon sagt Hiob c. Zo, 7. zwischen denBüschen riefen sie, (nemlichdre nichts-würdigen Bettel-
Leute) und unter den Nesseln verbrennen sie sich, (im
dem
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