PO
ÜlkLW
'AN
ßlK
N,M
rM
A^!kj
in ^Ä^'
der pflantzem s6r
und daraus derselbe in das junge Pfläntzlein ferner geleitetwird, daß es keimen und auöwachsen kan; gleichwie in ei-nem bedeuteten Ey, aus dem jungen Hühnlein in das Haut-lein Adern gehen, die voll Blut sind, welchergestalt dasselbe dieStelle des sogenannten Mutter-Kuchens vertritt *. Dasfieischichte lVestn des Saamens, so mit dem Eyerweißund Dotter übereinkommt, dient zur ersten Nahrung desPfläntzleins in demSaamen, damit es eine Wurtzel treiben,und aufgehen kan; wenn es aber aufgangen ist, und eine Wur-tzel hat, die aus der Erde Nahrung haben kan, braucht esnicht mehr Nahrung aus dem fleischichten Wesen zu haben, sowenig als ein Hühnlein, wenn es aus dem Ey kreucht, daheres entweder in der Erde verfaulet, wenn das Pfläntzlein auf-gangen ist, oder mit aufgehet und verwelcket, in dem kleinenStammlein oder Stengel. Das pfläntzlein in dem Saa-men, ist der Haupt-Theil des Saamens, um deswillen dieübrigen Theile sind, nemlich der Theil, daraus die gantze Pflan-tze wachset. Dieses aber hat wieder drey Theile, nemlich daslVürtzlein, welche über das fleischichte Wesen hervorragt,ein paar Blättlein, insgemein die Hertzbläcclein genennet,und ein Aeuglein, welches mitten zwischen den Hertz-Blät-tern stehet, und sich erst zeiget, wenn das Pfläntzlein aufge-gangen , und eine Weile gestanden hat. Das lVürtzlemgiebt die Wurtzel, und einen Theil von dem Stämmlein oderStengel; die Hertz-Blattlein kommen durch die Nahrungaus dem fleischichten Wesen zu ihrer Reiste; und diese bringenendlich das Aeuglein zu seiner Reiste, daher sie abfallen,wenn dieses ausschläget und fortwächset. Wenn nun einesvon diesen Theilen versehret wird, es sey durch Ungezieffer, durchüberflüßige Feuchtigkeit, durch grosse Dürre oder andere Zu-fälle, so kan der Saame nicht fortkommen, sondern muß ver-derben, verfaulen und verschwinden, couf. Ioeli,:?.
Durch Saamen wird in heiliger Schrift verstanden:
I. ^leton^niice und 8/necäocIiice, das Gekreyde oder
R Z die
* <Ionf. sckeuckr. kkys. 8 . ^ob. p. 9». 92. äc ?l^s. k. 2. c. zz. §. 14.k- Z4Z.