Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
262
Einzelbild herunterladen
 

26s

Von den Theilen

die Saat und Früchte, so aus dem Saamen auf dem Acker her-vorwachsen, Lev. 27, go. Deut. 22,5c,. 0.28,58. Iobzg, iz.

Es 50,2z. Hagg.2,19.

II. Ivletapdorice, Gottes Wort, Matth.iz, 22. 2Z. Marc.4,l4-sq. Luc.8,n. Jac.i,2i. Joh.z, 9. i) wegen der Kraftder Zeugung, i Pet. 1,2z. 2) wegen des äusserlichen geringenAnsehens, lCor.i, 212z. z) wegen des verborgenen Wachs,thums und himmlischen Gedeyens, Marc.4,26.sq. iCor.z,6.

4) wegen der Fruchtbarkeit, Luc.8/5. sg.

§. 15. Der Nutzen der pflanyen und Gewächse wird -hauptsächlich erkannt;

1) Daß sie Menschen und Thieren zur Speise dienen, undalso ein Mittel sind, wodurch ihres Leibes Nahrung erhalten,und der Nothdurft des Lebens abgeholffen wird, obwohl mitdem Unterscheid, daß einige Thiere sich nähren von den Blät-tern und weichen Stengeln; andere vonWurtzeln; andere vonBlüthen und Blumen; noch andere von Früchten und Saa-men; ja einige so gar von den Rinden und Knospen: doch kanman auch daraus die Weisheit und Güte Gottes erkennen, wel-che es so eingerichtet, daß alle und jede Thiere, zu allen Zeiten,eines so, das andere anders, und zwar gar reichlich und über-stüßig ihre Speise haben, und keines dem andern an seiner Nah-rung Eintrag thun, noch alle Thiere an einem Orte zugleich sichaufhalten dürfsen.

2) Daß insonderheit die Menschen eineErgötzlichkeit undBelustigung der Sinnen haben *, absonderlich die Augen, durchden Anblick der grünen Wälder, Felder, Wiesen und Gärten,und der darinnen auf so mancherley Art abwechselnden Blumenund Früchte, conf. Sir- 40,22.

Z) So haben auch viele Kräuter, welche in Wäldern, aufden Wiesen, auf den Bergen, oder auch an andern Orten vorsich aus der Erde wachsen, imgleichen die, so in den Gärten ge-zeuget werden, nebst den Früchten der Bäume, sonderbarenNutzen in der Medicin, oder Kräfte, die Kranckheiten zu ver-treiben, so, daß man sagen kann, es sey keine einige Kranckheit,

die

* (7onf.Osrli.?Kv5.Ilisot. oberKind.P .14 Al6.