Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
253
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Stengel mit Sicheln abschneiden, und die Rebenweachun und abhauen, d. i. wenn die Macht der Mohrenunter Thirhaka am besten blühet, wird sie vor der Zeit durch dieAssyrer, nemlich durch Sanherib aufgerieben werden *. Es.5, 24. Ihre Sprossen, Hebr. ihre Knospen oder Blüthenwerden auffahren wie Staub, d.L. die Ungerechten wer-den vergebens auf die Frucht ihrer Wercke hoffen **, Num.i?,8. Der Stecken Aaron hatte Rnospen hervorgebracht,geblühet und reif gemacht die Mandeln, Gen. 40, iv.der Weinstock den der Schencke im Traum gesehen, gewannKnospen, wuchs und blühete.

H.n. Die Blatter oder Laub, Hebr. und beson-

ders H'V koliuin äecerpmm, Gen. 8, n. Ezech. 17, 9. Gr.

foliuin, sind eine Zierrath der Bäume und Gewächse,ohne welchen dieselben als nackend darftehen- Die Haupt-Verrichtung der Blätter bey den Pflanhen ist, daß sie das Au-ge zur Vollkommenheit bringen, welches daselbst aüöschläget,wo sie stehen, und wo nur ein Blatt ist, daselbst befindet sich imStengel überall ein Auge von einer ähnlichen Pflanße, wie diegrosse ist. Darum hat auch das Oculiren seine bestimmteZeit, bis nemlich die Augen ihre Reiffe erreichet, und dasBlatt, welche das Auge so denn nicht mehr nöthig hat, wegge-schnitten werden kann. Daß auch die Blätter den Pstantzeneine Nahrung zubereiten, ist daher klar, weil sie den Thauhauffig auffangen, und die Fruchtbarkeit aus der Luft an sich.ziehen. Das siehet man, wenn die Gewächse in der grossenHihe welck worden, daß sie wieder frisch werden, wenn mansie ins Wasser stecket, und sich dieses in die Blätter hinein zie-het. Denn die Blätter sind voll von bkäsigen Wesen (mriculi)so dieselben schwammicht macht, und also zur Veränderung derNahrung dienet, eben wie der Magen in den Leibern der Thie-re. Wenn aber die Gewächse durch Raupen, Käfer, Frost rc.ihrer Blätter beraubet werden, entgehen ihnen durch solchen

Verlust

^ Viä. v. klick. Libl. kebr. säI. c. coll. ttill. ttisropkyk k.l. c sy. p 292.

* ttill. I.c.csx.4. p. zy.