Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
179
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Vom Meer. 179

bracht * : So ist dennoch diese Wissenschaft noch sehr gering,und es gilt die dem Hiob vorgelegte Frage: Bist du m denGrund des Meers kommen, und hast in den Lußtapf-fen der Liesse gewandelt ? Job 56, 16. noch so weit, daßwenigstens den^b^ssum oder die grosse in denen Eingeweidender Erde, auch unter dem Grunde des Meers liegende Wasser-Gehalter, welche so gar gegen den Mittel-Punct der Erde sichhinab stehen mögen, niemand erforschen wird. So hoch hatder Schöpffer die raciices Claris, d. i. den Grund des Meersmit grossen Wassern bedecket, Job z6, zo. daher auch derGrund des Meers so viel heist, als der tiefste und verborgensteOrt, Amoö9,z. Mich. 7,19. und die Mitte des Meers, oderdessen innerster Theil, wird im Hebr. genennet das Hertz desMeers, Exod. 15,8. Ps. 46, z. Prov. 22, 24. Ion. 2,4.Ezech. 27,4.25.26.27. Z2. c. 28,2.8.

§. 5. Des Meer-Wassers vornehmste Eigenschaft ist des»sen saltziger und bitterer Geschmack, welchen dasselbe, wie mauinsgemein annimmet, von dem ersten Ursprung oder Anfangder Schöpfung bey sich hat s. Und dienet solches Salrz desSee-Wassers, wie auch dessen stete Bewegung, so es hat,mit dazu, daß es frisch und gut erhalten werde, und nicht ver-derbe. Den Nahmen 6altz«Meer findet man in HeiligerSchrift gar oft, es wird aber dadurch nicht das Meer-Wasserinsgemein sondern nur besonders der See Aöphaltides oderdas Todte Meer, wegen des bey sich führenden vielen SaltzeSund Hartzes angedeutet, Gen. 14, z. Num.Z4, z. 12. Deut. z, 17.Jos.z,i6. c.i2,?. c. 15,2.5. c. 18,19»

H. 6. Das Wasser in der grossen wilden See ist nimmerstill, sondern stets ungestüm, Es. 57, 2O. besonders bewegees sich beständig von Morgen gegen Abend, welches man amallerdeutlichsten in dem hitzigen Strich, zwischen den Tropicisoder Wende-Circuln verspüret, also daß man auch mit demStrom fortschiffet, wenn das Schiff von Morgen gegen Abend

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