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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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180
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Vom Meer.

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gehet; hingegen wider den Strom, wenn man nach Morgenzu schiffet. Davon man die Ursach der Bewegung der ErdeumihreAxe, die sie von Abend gegen Morgen haben soll, zu.schreiben will, daß daher das Wasser in der See, eben wie derbeständige Ost-Wind unter der Linie *, eine der Erden entge-gen gesetzte Bewegung haben müsse. Indessen erfahret manin den Seen, so von der Sonnen-Strasse mehr entfernet sind,daß mancherley Winde und Vermögen der Luft solchen ordent-lichen Lauf der See nicht wenig ändern, als welche ohnedemdas Meer nimmer stille seyn lassen, Es. 77,20. Sir. 29,^.sondern oft sehr wütend und wallend machen, Ps. 46,2. daßdaher mitten auf dem Meer niemand geruhig schlafen kan,Prov. zz, 24. das Wunderbarste in der Bewegung des See-Wassers ist die sogenannte Ebbe und Fluch oder dasM-uNd Zulauffen des Meers, bluxu-- Sc kessuxus is. welches

alle sechs Stunden, und also innerhalb Tag und Nacht zwey-mahl geschicht, also daß das Wasser zweymahl an den Ufern an-fängt aufzuschwellen oder anzuwachsen, welches die Fluch heist:zweymahl aber auch wieder abnimmt, und in den Ufern falltoder niedriger steht, welches man die Ebbe nennet. Davonkan man die eigentlichen Ursachen, bey dem Mangel einer gnug-samen Erfahrung, noch gur Zeit mit keinem zuverläßigenGrunde anzeigen oder angeben, ob man wohl gefunden, daßder Mond in seinem Lauf mit dieser Bewegung des Wassers ge-nau einstimme f. Und obgleich im Mittelländischen und Ro-then Meer dergleichen gnug verspüret wird, so gedencket dochdie Schrift nichts davon, es sey denn, daß man dasjenige, wassie von dem Mku maris oder Wüten des Meers insgemein,Ps. 9Z, Z. 4. wie auch von den Hohen des Meers, Job 9,8. sa-get, dahin deuten wollte, conf. Ps. zz, 7.

§. 7. Der Launen des grossen Welt-Meers ist daher zuerkennen, 1) daß es eine Wohnung und Aussemhalt so vieler-ley Arten Fische, und Meer-Wunder ist, Gen. i, 20. c. 9,2.Lev. 11, 9. iO. Num. n, 22. Job 12, 8. Ps. 8, 9.104, 25.

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* Siehe oben n. Theil. c. 2 . §. 4 . n.p. 575 Vt4.8ekeucli».1. e.j.