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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
160
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Von den (Qvellen.

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nen an der See auch wircklich befindet. Wollte man auchhjkrsagen, das Wasser, indem es durch den Sand gienge, würdegleichsam gesieget und reinigte sich vom Salß, so müste manzeigen, wo denn solches »L-alß alles bliebe, und wäre ein Wun-der, wenn nicht die unterirdischen Flüsse sich an solchem Salhendlich verftopffen sollten. Andere haben sich dagegen einge-bildet, daß die Berge, gleich einem Schwamm, das Wasser ansich zögen, und durch die Qvellen gleichsam wieder herab tref-fen liessen; doch so müste auch der Ort, da das Wasser herab-tropffen soll, z E. die Quellen niedriger liegen, als wo sie sol-ches Wasser erst empfangen.

Am besten treffen es daher wohl diejenigen, welche den llr,sprung der (Quellen gröstentheils vom Thau, Regen-undSchnee-Wasser, wie auch denen Dünsten in den Höhlen undKlüften der Erden, welche von den unterirdischen Canälen ingrosser Menge aussiiegen, herleiten. Denn die Erfahrunglehret zur Gnüge, daß viele Quellen verfeigen, wenn es langeZeit nicht regnet, conf. Hos. iz, 15. i Reg. 17, 7. und dasWasser in denFlüssen bey anhaltendem trockenen Wetter merk-lich abnimmt, im Gegentheil aber sehr anwüchset, und dieFlüsse aufschwellen, wenn es starck regnet, oder auch im Früh-ling der Schnee, sonderlich aufden Gebirgen schmeltzet. Nunfinden sich gar selten Brunnen in lettichtem Grund, da dasRegen-Wasser nicht wohl eindringen kan, sondern entstehengemeiniglich auf den Bergen, oder wo viel steinigte, sandichteund andere luftige Erde ist, conf. Deut. 8,7. als wodurch derRegen und Thau desto ehender dringet, und innerhalb denBergen zusammen rinnet, und in der Erden gar tiefe Behält-nisse und Höhlen antrift, darinnen sich ein Vorrath Wassersauslange Zeiten sammle» kan, zumahl wenn solches durch diestarcke Ausdünstungen oder Dämpffe, so innerhalb den Ber-gen von der innern Wärme herkommen, und auch von den un-terirdischen Canälen aufsteigen, vermehret wird , conf. Job28, iO.n. denn zivar nicht zu leugnen, daß gantze Flüsse undCanale aus dem Meer unter der Erden durchgehen in die grosse

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