Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
159
Einzelbild herunterladen
 

und Brunnen.

^ ,

r,,6.^

^ch; u.tz^ c/^,,

:c.

^ s»l!il; c

>

l^'L

>>r.w,?:

.Y. Ä?t -^iisii-,!,'

W,e.^

".... -

-. 7 .ÄV

sx

N^s;-

K^

.< ^

iili?

^->'-

die Puls-und Blut-Adern in alle Theile des Leibes ausge-sprühet und auch demselben wieder zugeführet wird, obwohlnicht geraden Weges, sondern, daß die Gewalt des Blutö-Laufs durch die innerliche Eingeweide, Leber, Miltz, Magen,die bald weiter, bald enger werden, wie auch durch die äussereBlur-Röhren unterbrochen, oft auch gar verstopffet und ge-hemmet wird, daher ein Fieber entstehet; Also, sagen sie,werde das Wasser aus dem grossen Welt-Meer durch die unter-irdische Canäle, als durch lauter Adern, in alle Theile derErde ausgetheilet, und auch durch die Brunnen, Bäche undFlüsse demselben wiederum zugeführet; und werden diese in ih-rem Schlangenfermigcn Lauf, damit keine Ueberschwemmunggeschehe, gar sehr unterbrochen, wie auch die äussersten Wasi-fer-Aederlein der Erde vielmahl zugeschlossen, daß die Bächeund Flüsse versiegen, Wiesen und Aecker dürsten, das Meecaufschwellet, und die ganhe Erde an einem hitzigen Fieber?kranck darnieder liegen muß *. Doch will solches, insonder-heit, daß das Wasser aus dem Meer durch unterirdische Ca-uäle und Flüsse nach den Qvellen wieder zurückgehe, vielen nichtgefallen, weil sie dergleichen nirgend angetroffen zu seyn ver-meinen; und es auch nicht wohl angehe, weil die Quellen hö-her liegen, als das Meer, und wenn man schon sagen wollte,daß das Meer durch seine gewaltige Bewegung das Wasser zuden Quellen wieder hinauftriebe, auf die Art, als wenn mandas Wasser in einem Becken, darein eine Röhre gesetzt wor-den, dergestalt beweget, daß es oben hinaus sprützet; Somüste man solches in den Qvellen sonderlich mercken können,und würden dieselben nicht einmahl wie das andere qvellen, wiedenn in der That einige Brunnen nahe an der See, weil sie mitdieser Communication haben, auch die Abänderung von Ebbeund Fluth mit empfinden f; und denn würde auch das Was-ser in allen Qvellen saltzig seyn, wie man solches in denen Brun-nen

' v:<r. 8ckeuckr. PKL. k.2. c. 2Z. §. rZ. Lc !Z. p. 2Zl. conk. Luää. 1 ?keot.vogmar. I. r. c. 2. p. 47;.

- Viä. äuilti, LUberr. U. z. c. 2v. kk/üolox.