izF Vorn Licht und Feuer.
Wärme nicht anders unterschieden, als nur dem Grade nach,dergestalt, daß man das Feuer für eine concentrirte Warme,welche ein Licht von sich giebt, und die Wärme für ein ausge-breitetes und verdünnetes Feuer ansehen kan. Je mehr nun dieMaterie der Wärme, welche in allen Körpern Vorhände ist, wensie auch noch so kalt sich anfühlen lassen, in Bewegung gesetztwird, desto mehr nimmt die Wärme zu; und ie mehr die Wär-me concentrirt wird, desto mehr Feuer zeiget sich sodenn; iemehr es auch Materie zu brennen hat, desto länger erhält es sich,Prov. 26, 20. c. zo, 16.
§. n. Die Eigenschaften des Feuers sind, r) daß esleuchtet, conf. Ezech. 1, iz. JobiZ, 5. 0.41,12. Ps.78,14Es. 5O,n. darum heissen feurige Steine in der Schrift so vielalsglänzende Steine, Ezech. 28,14.16. feurige Augen, die gleichsamblitzen und starck leuchten, Apoc.144. c.2,18. c.19,12. Dan.io,i6.
2) Daß es sehr fubtll, leicht und geschwind ist, daher dieEngel damit verglichen werden, Ps.io4, 4. wie auch schnellfliegende Pfeile, 6Iü lcimillr: heissen im Hebr. Job>, 7.
z) Daß es sehr trocken ist, und daher für grosse Dürre ge-setzt wird, Joeli, 19. 20.
4) Daß es sehr warm, verzehrend, Prov. zo, 16. undvon höchst durchdringender Kraft ist, und also vielstärcker,als das Wasser, welches seine Kraft nur äusserlich beweiset, dahergegen des Feuers Kraft sich äusserlich und innerlich hervor-thut, daher es so gar Steine schmeltzet, wie die Versuche mitden Brenn-Gläsern beweisen, und noch vielmehr wenn eineübernatürliche Kraft dazu kommt, wie zu Zeiten Ella,i Reg. 18, Z8 *.
§. i2. Des Feuers LJutzen äußert sich in desselben Ge-brauch und Wirckung. Denn so dienet es
1) Die zum Leben des Menschen benöthigte lVärme zuunterhalten. Das Leben bestehet in der Bewegung des Ge-blüts, dieses aber gerinnet voll der Kälte und verlieret seine Flüs-sigkeit; also muß das Feuer bey kaltem Wetter die nöthige Le-
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