Schnee und Hagel. ^ ivz
Den Sommer hindurch liegt der Schnee auf hohen Gebirgen,wie z.E. der Libanon, Jer. 18,14. und Berg Zalmon waren,Ps. 68,15. allwo die Worte, wird es helle, wo es dun-kel ist/ von Einigen gegeben werden: Wird das Land Schnee-weiß, d.i. lieblich und wohl stehen, oder gleichsam schön undhell schimmern, wie der Schnee-Berg Zalmon *.
§. 19. Der Schnee hat aber die Nutzbarkeit, so der Re-gen bringet, Es. 55, io. Prov. 25, iz. doch nach Beschaffen-heit eines Landes mehr, als bey dem andern. Denn in denMitternächtigen Ländern, wo er beständig liegenbleibt, kan erwohl dem Erdboden keine Fruchtbarkeit bringen. Insgemeinaber bedeckt er, als ein zwar kaltes Kleid, den Winter über, dasGetreyde, und die Pflantzen, dadurch die Wärme der Erdenbeybehalten, und also deren Fruchtbarkeit befördert wird, Mas-sen die Erfahrung zeiget, daß gemeiniglich die fruchtbarstenJahre folgen, wenn die gcfrerne Erde mit dichtem Schneebewahret ist.
Da aber der Schnee wegen seiner Kälte, und wenn er häustgfällt, sehr beschwerlich und hinderlich ist, Prov. zi, 21. c.26,1.1 Macc. iz, 22. so bedienet sich Gott der Herr desselben auchzur Rache über die Gottlosen, Job 58,22.2z. und muß daherauch groß Unglück abbilden, Job 6,16. Sonst war er einBild der Vergänglichkeit,Jer. 18,14. WaöWunderbareö trugsich zu, daß in dem grossen Donner-Wetter in Egypten, auchHagel und Schnee waren, und im Feuer nicht verschmolhen,Sap. 16,22. Exod. 9, 24.
§.20. Der Hagel sind gefrorne Wasser-Tropffen, dievom Himmel oder aus den Wolcken fallen, Apoc. 16,21. Ps. 18,15.14. Sir. 45,16. und im Fallen immer grösser werden, ie-mehr sich Feuchtigkeit ansehet und gefrieret; Er wird aber inder Luft durch den Wind erhalten, als welcher ihn mir den Wol-ken treibet, und gemeiniglich durch starckes Blasen sich dabeyäußert; Er erhält seine Kraft durch eine sehr grosse Geschwin-digkeit und Bewegung im Fallen, nicht anders, als wenneine bleyerne Kugel, durch die Kraft des Pulvers fortgetrieben,
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