Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
102
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Vom Thau, Reiss, Regen,

und besteht also aus gefrornen Dünsten, welche von einer»linden Luft erweichet werden, daß sie flüßig werden, und wennsiestarck zusammen fallen, in grossen Flocken herabfallen kön-nen. In kalter Luft aber, da diese sehr dicht und schwer ist,hangen die gefrorne Dünste einzeln an einander, und könnennicht eher niederfallen, bis ein gelinder Wind die tust etwasdünner macht. Weil es auch im Thäte allezeit warmer ist, alsarssden Beraen, so kau der Schnee, indem er die untere Lust er-reichet, anschauen, und wenn also die Schnee-Flocken inTroxffsn zusammenstießen, so kan es unten regnen, da es aufden Bergen schnenet. Zuweilen regnet und schneyet es zugleich,wenn in der zwar warmen untern Luft, dennoch nicht alleSchnee-Flocken weich werden und schmelhen wollen. Ein sehrgrosser Schnee, der die Wagen auf der Straße, und die Thü-ren der Gebäude bedecket,kommt mir einemWolckenbruch über-ein, und hat auch mit ihm einerley Ursache, wiewohl der Schneeviel lockerer ist, als das Wasser, und das daraus geschmoltzeneWasser, nach derAnmerckung des Oe b1->e, ordentlich nurden zten bis 6ten Theil von dem Raum, den der Schnee erfül-let, einnimmet*.

§. i8. Der Schnee hat wiederum Gott den <^errn zumUrheber, und Verwalter, Job z8, 22. 2g. c. 57, 6. Ps.147, 6. «8. Ps. 148, 8. Gesang der drey Männer, v. 71.Sir. 4^, >4. > 9. und ist auch wegen seiner Sternenförmigen Ge-stalt oder sechseckigten Figur ein höchstverwunderliches Kunst-Werck des Höchsten. Seine Eigenschaft ist sehr kalt, Prov.2^, >'Z. c.Z',2'. dabey was Reines und Weißes, Thren. 4, 7.Erod.4, 6. Num.12,-O. 2 Reg. 5,27. Dan. 7,9. Es.-.,18.Match. 28, Z. Marc.9,z. Apoc. 1, .4. Ps. 51,9. Ps. 748,16.Ps. 147, ,6. Wie denn auch das S^nee Neuster vor andernWassern ein Mittel der Reinigung ist, weil einen grösser»Grad der Kälte hat, und also die Löchlein der Haut enger,folglich den Umlauf des Geblüts durch die äussern Aederleinschwerer, hiemit die Haut weiffec machet, Job 9, zo. c. 24,19 t.

Den

* Hternolreröe t'^cLä.Noy.äes scienc.^.l^H. p'20,

s viä.8ctieuckL.kti/5.5.)sbi, p.48.