98 Vom Thau, Reiff, Regen,
indem das Feuer einige Pferde, welche weiß gewesen, ganßschwach versenget. Es hat aber der Autor dabey nichts erin-nert, wie weit solcher Erzehlung zu trauen, vielwerüger ange.zeiget, ob oder was darauf erfolget sey. Bisweilen habengroße Sturm-und Wirbel-Winde schwere Körper der Pflan-zen, Korn-Haufen, oder andern Saamen und Thiere in dieHöhe gehoben, und wieder auf die Erde fallen lassen, oder etwavon hohen Bergen, z. E. ein Kalb herunter gewerssen, dabeyman denn gemeiner,daß dergleichen aus der Luft und vom Him-mel geregnet. Wenn auch die qvackenden Thiere zur Regen-Zeit sehr häufig aus ihren Löchern hervorgelocket worden, undallenthalben herum kriechen, hat man sich öfters einen Frosch-Regen f eingebildet. Einen Stein-Regen aber müssen dieAnwohner devFeuerspeycnden Berge gar oft erfahren. In-dessen hat es eine gantz andere Bewandniß mit denen in derHeil. Schrift benannten wahrhaften TVlmderRegen, wel-che gantz wider den gemeinen Lauf der Natur sich begeben, als
1) Jener vierzigtägige oder gar izo Tage anhaltende Re-gen der Sündstuth, Gen. 7,12. coll. v. 24. und c. 8- 2.5.da die Fenster des Himmels sich aufgethan, d. i. die gantze Was-serreiche Luft oder Dunst-Kugel den Schatz ihres aufbehaltenenWassers mit grossen Wolcken-Brüchen und Platz-Regen her-abgeschüttet, und zugleich mit den aufgebrochenen Brunnender grossen Treffe, oder denen aus den innersten Theilen undEingeweiden der Erden, in gantzen Flüssen und Strömen mitGewalt herausgedrungenen Wasser-Sammlungen die allge-meine Ueberschwemmung der Erde zuwege gebracht,Gen. 7, u,welches versichert keiner natürlichen, sondern gantz ausseror-denrlichen und alle natürliche Kräfte übersteigenden Bewe-gung oder Wunderwerck des Höchsten zuzuschreiben *.
2) Der Feuer- und Schwefel-Regen, welcher nicht,wie leichte unempfindliche Sonnen-Stäublein, sondern Ey-merweise über die Gegend Sodom und Gomorrha vom Himelherabgefallen, und nicht nur eine bald entzündende, sondern eineschon lichterlohe brennende Materie gewesen, welche der Feuer-
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t v>I.M'lkarn. l. c. u. 4. c.is.p. 4.76.
* vna. .^n-uct>r.ki>>s.s.vderÄupffer-Dib. 1 'sb. 4; ^44.9.57. 5 g.
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