Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
97
Einzelbild herunterladen
 

Schnee und Hagel. 97

4) So denn verursachet vieler Regen den Reisenden viel^ Beschwerlichkeit, conf. 1 Reg. r8, 44. Act. 28, 2. Es. 4,6.Job. 37, 6.7.8. Esr.ro, 19.

. < §.14. Unter die Zeichen des Regens gehören: i)Die seu-

rige Gestalt des Himmels bey ausgehender Sonne,Matth.r6,z.3 ^^ 2) Das Blasen des West - Windes, Luc. 12, 54. z) Die

Verfinsterung der Luft, oder Ueberziehung mit Wolcken, i Reg.ig, 45. 4) Die Erscheinung eines Regenbogen, Ezech. i, 28.

§. 15. In denen Geschicht-Büchern findet man hin und'^'5 wieder allerhand jeltsame Regen, welche als besondere kDun-Llder der Narur den Natur - Forschern viel zu thun machen,und dem unwissenden gemeinen Mann Anlaß geben zu aller->4.z. Hand abergläubischen Prophezeyungen *. Dergleichen finddie Schwefel- Feuer- Blut - Korn- Frosch - Stein - Regen,wv,' u. a. m. obwohl dieselbigen nicht wider die Natur geschehen,.krc!' und folglich nichts abentheurlicheö zu bedeuten haben. Dennll.iL der ^ict)welel < -Ziegen ist anders nichts, als das subtile, Ttr: schwefelichke Pulver oder Staub aus denen Fichten oder Tan-

ÄrL nen-Zapffen, so von dem Winde in die Luft gestreuet wird, und^ mit dem Thau oder Regen wieder herunter fället. Der Dlyt--»lri i>i )^egen f hat etwa von den schwefelichten Dünsten die rothe... ^ Farbe an sich genommen, oder er zeiget sich erst in rother martia-

lischer Erde, nachdem er herabgefallen, wie denn in Armenien^ nichts ungewöhnliches seyn soll, daß daselbst rother Regen undSchnee fallen, wegen der daselbst gantz häufig befindlichenMenninge. NicolauS Höpssner in seinen Ommibus (^nriollsmeldet unter andern, daß Anno 1557 in unser benachbartenStadt Schlaw,- am Freytage vor Fastnacht, ein Blut - Re-gen mit grossen Stücken Bluts auf die Erde gefallen, einer' Faust groß, und theils noch grösser, und habe dieser Blut-Re-gen fünfAcker lang und breit gereichet: Folgenden Tages wä-ren etliche Bauren von den Dörffern nacb der Stadt Schlawe>- etwas frühe gefahren, da habe sich der Himmel aufgethan, und

l. '> sey Feuer herabgefallen, so den Bauren ihre Kleider, und denPferden die Haare versengt, daß mans sichtlich gemerket,

indem

*Viä.8cUeucKr.pK^s.l».r. c. 26. §-iz.p.r47- s v.Vsrti.kksf.1'k.t..I.c.z.x».44.

Bibl. phys. G