Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
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y6 Vom Thau, Reiff, Regen

z) Regenwetter dienet auch zu Abkühlung der Luft sowohlals des Erdbodens, und anderer darauf befindlichen Körperindem er durchsein Herabfallen der Luft, oder dem Erdbodenund denen darauf befindlichen Körpern einen Theil ihrer War-me benimmt, und also kühler oder kälter machet, wie man inSommer-Tagen, da die grosse Hitze, wenn ein Regen kommt,gar bald gemäßigt wird, gnugsam spüren kann.

4) Der Regen ist endlich ein Mitte! nicht allein die Feuch-tigkeit der Erd-Gewächse in Wäldern, auf den Feldern, Wie-sen und in Gärten zu erhalten, sondern auch das Waller inO-vellen, Flüsse, Seen und überall, wo es nöthig ist, auf demErdboden zu vertheilen, indem selbige, wenn es lange Zeit nichtregnet, gar versiegen und vertrockenen, Job 12,15. Es. 18,4.

H. iz. Daß aber der Regen, vermöge des S<hadens,den eranrichket, auch zur Rache von Gott erschaffen sey, er-hellet nicht nur aus dem aufferordentlichen Exempel der Sünd-fiuth, Gen. 7,4 sg. rrnd in Egypten, Exod. 9, 22-54. sondernauch öfters i) wenn lang anhaltende Regen dem Getraideund andern Gewächsen mit ihrer überflüßig zuführendenFeuchtigkeit, nach dem verschiedenen Umstände der Zeit, da sienämlich noch jung oder schon reif find, aufmancherley Art, z.E.mit Zerknicken, Zerschlagen und Auöwachsenmachen rc. schäd-lichsind, wie die Erfahrung der Land-Leute und Gärtner lehret,Prov. 26, i. c. 28, 5. im Hebr.

2) Wenn bey warmen Wetter Regen kommt, findet sichNäeh! Thau, oder kleine Aschenfarbige, grüne oder bunteThierchen, welche sich so denn Haufenweise aus der Erde her-vormachen, und ihre Nahrung suchen, und zu dem Ende aufden Blättern oder Stengeln der Gewächse sich setzen und selbigeverderben.

z) Platz-Regen und Wolcken - Brüche verursachen grosseUeberschwemmungen, und mancherley Unglücks-Fälle fürMenschen und Vieh, daß sie oft ersäuften, Gen. 7,17-25.Bäume, Häuser und Gebäude, welche oft umgerissen werden,Job 14,19. c. i2,15. Ezech.iz, n. 12.1z. Match. 7,25.27.Luc. 6, 48.

4) So,