Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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95
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Schnee und Hagel. 95

Zrel, d.i. Ordnung oder Gesetz, Job 28,26. nemlichwas seineZeugung, Grösse und Menge der Tropften anlanget, ja nachBeschaffenheit dieser oder jener Lander zum Nutzen der Erde,dero Gewächsen und Einwohner. Darum ist auch der Regenein sonderbares Merck göttlicher Macht, Weisheit und Güte,wie gegen alle Menschen, also insonderheit gegen seine Kinder,Lev. 26, 4. Deut. 11, 14. c. 28,12. welches er zuweilen äusser-ordentlich bewiesen, Gen. 7,4. Exod. 9,22.2z. 55. 54? 1 Sam.12,17.18. Jac. 5,18. 19. i Reg. 17, i. c. 18,41.42 sq. Darumman auch allein von ihm den Regen erbitten soll. i Reg. 8,95.56. Sach. 10,1.2. Jer.14, 22.

H. ii. Und also bedienet sich denn Gott der Herr des Re--'gens als eines Mittels, den Menschen seine Güte zu zeigen undsie zu segnen, indem dadurch die Erde befeuchtet und fruchtbargemacht wird, und die Gewächse ihre Nahrung erhalten, oderin ihrem Wachsthum zum Besten der Thiere und Menschenbefördert werden, Act. 14, 17. Matth. 5, 45. Lev. 26, 4.Deut. 11,11.14.15. Job 58, 26.27. Ps. 104,15-16. Ps.65,lo.ii. Es. 50,25. c.44,14. Ezech. 54,26.27. Sach. iO, 1.Ebr. 6,7. Jac. 5,7.18. Wie man im Gegentheil siehet, wennes lange Zeit nicht regnet,die meisten Gewächse verderben,u.vorallzugrosserDürre alles vergehen,oder theureZeit erfolgen muß,Jer.Z,5. Amo§4, 7.8. Es. 5,, 6. daher es den Sündern füreine grosse Strafe gerechnet wird, wenn es nicht regnet, Lev. 26,19. Deut. 11,17. c. 28, 2g. 24. 2 Sam. 1,21. 1 Reg. 8, ZZ. c.17,1. Luc. 4,25. Jac. 5,17. Sach. 14,17.18. Jer. 5,24.25.(.14,4. Hagg.i,iO.ii. Apoc.11,6.

§. 12. Der UTittzen des Regens ist ausser dem, daß er dieErde fruchtbar machet, noch mancherley. Denn

1) Erhält er die Erde locker, damit sie nicht zu hart werde,sondern man darinne Handthieren könne; sinkemahl die Erdeeinem Schwamm gleich ist, der hart wird, wenn er austrock-net, aber locker und weich, wenn er im Wasser erweichet, conf.Job 58, 58. Ps. 65, ii.

2) Dadurch, daß der Regen die Erde feuchte erhält, hatinan von dem Staube keine Beschwerlichkeit.

z) Re*