94 Vom Thau, Reiff, Regen,
Landen insgemein, daß es daselbst nur den Winter über regnetCant. 2, II. col!. Esr. IO, ZO. und den Sommer hindurch we!nig und oft gar kein Regen fallet, und der Thau den Abgangdesselben ersetzen müsse; daher man bey angehender Saat-Zeitden Früh-Regen nöthig gehabt, damit der Saame gnugsambefeuchtet werde, und die Erde so zu reden einen Vorrath vonWasser in sich schlucke; aber auch den Spat-Regen, wenn die* Gewächse beginnen zu reiffen, und indessen wegen der grossenSommer-Hitze die Erde an Feuchtigkeit ziemlich Noth leidet,aon 5 . Amos 4, 7.
§. 9. Als ein besonder Wunder der Natur hat man anzu-sehen, daß in Egypten und Peru, fast das ganze Jahr hin-durch kein Regen fället. Von Egypten haben wir das Zeugnißder H. Schrift selbst, Deut. 11, iO. 11. aoll. Sach. 14,17.18.Daher war es ein groß Wunder, als der Herr durch Moseüber Egypten regnen ließ, Exod. 9,2g. zz. gg. Von Peru be-zeugen ein gleiches die neuen Nachrichten von solchem Lande,daß dort vom April bis zum October die Lust täglich mit Wol-ken überzogen, und die Sonne bedecket werde, ohne daß we-der Regen noch Ungewitter gespüret werden, sondern etwa nurein Staub-Regen, sonderlich im Iunio, Julio und AugustoVormittage, da indessen in gebirgichten Orten die Luft hellebleibet: Ausden Bergen selbst aber fället viel Schnee und Re-gen, wovon die Flüsse anlauffen, und das gantze Land gnug-sam befeuchten, wie ins besonder in Egypten - Land der über-schwemmende Nrl-Strom, den Mangel des Regen-Was-sers gnugsam ersetzet; wie denn auch in diesen Landen alleNächte ein starcker Thau fället.
§. ic>. Der Vater, d.i. Schöpffer und gütige Ausspendeedes Regens ist GOtt, Job z8, 23. Gen. 2, 5. der lässetregnen über Gerechte und Ungerechte, Match. 5,45. Er giebtuns vom Himmel herab Regen und fruchtbare Zeiten, Act. 14,17. Er giebt den Regen auf das Land, und lässet Wasser kommenauf die Straßen, Job 5, iO. Ps.izz, 7. Ps.147, 3. Jobz6,27 sq. c. Z 7 , 6 . Amos 4,7-8. Er macht auch dem Regen ein
Ziel,