Schnee und Hagel. 9;
lind gar wenig Geschwindigkeit erhalten. Indessen weildie Wasser - Tröpflein von der Kälte sehr dichte worden sind,so machet daher ein solcher Regen öffters mehr naß als einstarcker: Wenn auch eine Wasserreiche Wolcke im Him-mel ist, und der Wind, welcher sie getrieben und erhallen,sich auf einmahl leget, oder die Luft unter ihr auf einmaldünne wird; so fallt sie auch in einem herunter, und verur-sacht durch die ausgeschüttete grosse Last Wasser, eine starckeÜberschwemmung, welches man einen Molckenbruch zunennen psteget. Je höher die Wolcke stehet, desto grössereGeschwindigkeit bekömmt das Wasser durch den Fall, underhält auch dadurch eine grosse Macht, alles wegzureißenund umzukehren.
§. 8. Die in H. Sprache gebräuchliche und unterschiedeneNahmen vom Regen sind bedeutet Regen insgemein;
, bedeutet imbres renues, dünnen oder Staub-Regen, der im Herunterfallen wie dünnes Haar aussieht, da-von er auch die Benennung hat, Deut. Z2, 2. OW und ,heist imber, pluvia forrior, ein starcker oder Schlag-Regen,Gen. 7,12. r Reg. 18, 44. "WO heist imber pluviT,
ein Platz-Regen, Job Z7,6. desgleichenst^^, mundario, eineFluch, Wassersiuth, Ps. 52, 6. Dan. 9, 26. Job Z8,25. oderst^'lP pluvig inunclans, ein Platz - Regen oder
Wolckenbruch, so alles überschwemmet und wegreistet, Ezech.iz, n-iz. e.z8,22. LH-sts, heist auch munclario, ein Platz-Regen , Job 24, 8. Im Griechischen bedeutet ösT-or-, pluvia,Regen, nimbus, Platz-Regen, Match. 7, 25. 27.
wie auch , imber, Luc. 12, 54. Noch heist besondersNstst, Deut. n, 14. NstiO VM , Joel 2, 29. undimbres primi, pluvia rempessiva, primiriva, der Früh-Regen, Jer.z,z. oder Griechisch ^^05 der Mor-gen-Regen, Jac. 5, 7. gleichwie heist pluvia iero--
rina, Soat-^egen, loc. cir. Sc Hos. 6,Z. Jer.5,24. Sach.IO, I. oder üs-rs^s-ch^sf der Abend-Regen, Job 2Y, 2Z. Prov.
Jac. 5,7. denn so bemercket man von den Orientalischen/ Landen