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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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92 Vom Thau, Reiff, Regen,

Job 6, 16. Indessen hat der Reiff doch auch seinen Nußen,nicht allein weil er die Gewächse, welche im Herbst, unter demfreyen Himmel, einige Kalte auszustehen haben, nach undnach angewöhnet, oder dagegen zurüstet; sondern auch, weil erihre Löchlein zuschließet, und den fernern Wachsthum hindert,befördert er dieselbe und die Früchte desto eher zumReiffthum.Daher mag es kommen, daß z. E. die Kohl-Krauter, Pflau-men und ander Obst niemalen süßer schmecken, als wenn sieeinen Reiff bekommen, wie unsere Land - Leute wissen. Undalso muß auch der Reiff den Schöpfer loben, Gesang der dreyMänner v. 71-denn er zeuget denselben, Job z8,r6. und streuetibn wie Aschen, Ps 147,16. Er schüttet den Reiff auf dieErden, wie Salh, Sir. 4z, 21. Sonst ist der gefallene Reiffein Zeichen eines darauffolgenden hellen Wetters. Mit demReiffe ward wegen der Kleinigkeit das Manna verglichen,Exod. 16,14. Auch bildet er wegen seiner Vergänglichkeit dieHoffnung der Gottlosen und Undankbaren ab, Sap. 5,15.c. l6, 29.

§. 7. Der Regen sind Tropffen Wasser, welche durch dieLuft, indem dieselbe leichter wird, aus den Wolcken nach undnach herunter fallen, Coh.ii,z. Es. 55,10. sonderlich wenn einRegen-Wind wehet, Luc. 12,54. Prov. 25,2z. im Hebr. Dennbey einer leichtern Luft können sich die schwimmenden Wasser«Bläßlein nicht mehr so hochhalten, sondern fangen an zu sin-ken, und indem, dieses geschicht, treffen sie weiter herunter nochandere Dünste an, mitdenen sie sich vereinigen und also schwe-rer werden, daß sie Tropfenweise herabfallen. Wenn auchdie Luft sehr leicht wird, oder die Wolcken sehr wässerig undschwer seyn, so folgen grosse Plarz-Regen: Wenn die Re-gen-Tropfen groß sind, und die Wolcken hoch stehen, so bewe-gen sie sich geschwinder und kräftiger im Herunterfallen, undschlagen stark zu, das heist man einen Scdlag-Regen:Wenn die Luft m cht sehr leicht, oder wenigstens unten nicht vonleichterer Art ist, weil sie die Kälte dichte machet, und die Wol-ken sind sehr Wasserreich: So erfolgt ein L-Ztaub - Regen,indem die Tropffen im Herunterfallen viel Widerstand finden,

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