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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Schnee und Hagel. 91

tung und den Ofen des Elendes kühle machet, Ps.94,19. Ps.ny, 92. Sir. 2, 5.1 Petr. 4,12. coU. Geb. Asar. v. 50.

I V. Selbst die Zukunft Christi ins Fleisch wird einem vomHimmel herabfallenden Thau verglichen, wie einige wollen ausPs. 72, 6. Es. 45, 8.

V. Weil auch eine Thauwolcke desMorgens,und sonderlichin der Hitze gar bald vergehet, oder verschwindet; so wirdder Heuchler Scheinheiligkeit und der Gottlosen Glückseligkeitdamit verglichen, als etwas Vergängliches und plötzlich einEnde nehmendes, Hos. 6, 4. c. iz, z.

§.5. Der weisst, Hebr. ^2^, vom Verpichen, Exod.16,14. Job 58,29. Ps. 147,. wird auch durch Frostangedeutet, Job6,16. Gen.zr,4o. so von glatt oderkahlma-chen herkommt, weil er die Erde gleichsam kahl abscheeret; undim Griechischen bedeutet das Wort einen gefrornen

Thau, Sap. 5,5. c. 16,29. Sir. 45,21. Ges. der z Mann. v.?i.wie denn auch der Reist in der That nichts anders ist, als ein ge-frorner Thau, und bestehet aus gefrornen Dünsten, die sich andie Flache der Körper angehangen. Er siehet aber weiß, weildie flüßigen Materien oder Dünste weiß werden, wenn sie sichwie ein Schaum in Bläs'ein resolviren. Und gefrieret derThau, wenn er einen kalten Körper berühret, da ihm die Wär-me entgehet, darum auch solches zu der Jahrö-Zeit geschiehet,da die Luft sehr kalt ist. Gleiche Bewandniß hat es mit demReiste, wenn der Dampf von dem Athem in grosser Kältean den Bärten und Haaren gefrieret; oder wenn bey Thau-wetter die Mauren an steinernen Gebäuden gleichsam über-reiffen.

§. 6. Weil der Reist den Gewächsen die Wärme sehr oftentziehet, so ist er denselben gemeiniglich sehr schädlich, undverderbet sie gar, insonderheit wenn er allzufrühe im Herbst,oder zu spät gegen den Sommer fället, da im Herbst die Trau-ben noch nicht zeitig, oder im Frühling die Pflanzen, wie auchdie Saat auf dem Felde noch sehr zart und jung seyn. Dar-um ist er auch in H. Schrift ein Bild eines kleinen und gerin-gern Schadens, gleichwie der Schnee eines grossem Unglücks,