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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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88 von, Thau, Reifs, Regen,

28. Z9. Dar». 4,15. 2z. 25. gg. c. 5, 21. Und weil GOtt derHErr selbst der Vater des Thaues genennet wird, Jobz8,28.so heist er daher auch der Thau Gottes, Es. 26, iy. und derThau vom HErrn, Mich.5,6. Gen. 27,28. Exod.16, iz.14.Nurn. n, 9. der auch seines Schöpffers Lob mit ausbrertet,Gesang der dre») Männer, v. 64. Im Hebräischen hat derThau den Nahmen ^ vom Bedecken, weil er Gras undLaub bedecket; und im Griechischen heist er Ztzo-r-s;-, Sir. 18,17.

§. 2. Indem der Thau die Nacht über, sonderlich gegenMorgen alle Pflantzen und Gewächse auf dem Erdboden be-feuchtet, daß frühe bey der Sonnen Aufgang ein Tröpsiein andein andern aufden Blättern zu sehen ist, Exod. i6,,z. Deut.92,2. und sich in die Luft-Löcher der Blätter hinein ziehet; soerqvicket er die den Tag über in derHitze abgematteten Psian-.zen nicht wenig, Sir. 18,16. c. 4z, 24. und giebt ihnen zu derZeit Saft und Nahrung, wenn ihnen die Erde wenig gewäh-ren kan. Daher auch nicht allein bey uns, bey anhaltendemtrockenen Wetter die Erd-Gewächse noch ausdauren können,sondern auch Egypten, und andere unter dein hitzigen Stri-che liegende Oerter und Lander fruchtbar sind, ob es gleich ent-weder gar nicht, oder doch sehr selten regnet, wie denn auch imLande Canaan, es nur zur Saatzeit und den Winter über zuregnen pflegte, um deß willen in einigen Schrift-Stellen mehrdes Thaues als des Regens gedacht wird. Denn der häufigeThau ersetzt den Abgang des Regens, sonderlich ist der May-en-Tbau viel fruchtbarer, als der zu anderer Zeit fället, jaals der Regen selbst, indem derselbe aus Dünsten in der unternLuft erzeuget wird, und die aus den Blumen und Blüthen derBäume, starck riechender jungen Blätter, wohlriechenderKräuter und anderer zarten Gewächse in die Luft ausdämpffen-de gute Theile, insonderheit das subtileste von Oel und Saltzan sich ziehet und mit sich führet, und also dazu dienet, daß dieguten Theile, so eine Pflantze im Ueberfluß hat, nicht verloh-ren gehen, sondern auch noch andern zur Zubereitung des Nah-rungs-Safts und Fruchtbarkeit mitgetheilet werden, und zwar

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