Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
85
Einzelbild herunterladen
 

eich

77gk:

^ir G

> ju ßd-i^:kkii-Lnch«

nken^.

luc.21,!

/W

kM

«Älii

il.r>-'

Von Dunsten, L7?ebel und wolcken. Fz

gestalt in einer Menge zusammen kommen, da sie vorher hinund wieder zerstreuet waren. Diese in leichter Luft zusammengezogene Dünste, machen in der Nähe einen Nebel, und in derWeite eine Wolcke aus.

H. io. Eine dichte oder dicke Wolcke (Exod.iy, 9.16.)heist, wenn sie in der Höhe der tust einen grossen Raum ein-nimmt, welcher in der Weite klein ausstehet, und also die Dün-ste um so viel dichter und dicker in einer Wolcke vorstellet, ie wei-ter sie von der Erde weg sind. Weil auch viele Dünste dasLicht der Sonnen stark reflectkren, und die Wolcke, wenn siezwischen dem Auge und der Sonne stehet, weniges Licht herun-ter fallen läst, so siehet sie dunckel oder schwach aus, Ps.i8,io.12. Stehet hingegen das Auge zwischen der Wolcke und derSonne, so reflectirt sie viel Licht herunter, und siehet demnachweiß oder hell aus, corss. Match. 17, 4. Apoc. 14,14.

§. n. Je weiter die Wolcken weg sind, ie längsamer siehtihre Dewegung aus, als sie ist; wenn sie abersich geschwindebewegen, so sind sie niedrig und also nicht weit. Daher wirdauch die Göttliche Gegenwart durch eine schnelle Wolcke ange-deutet , Es. 19,1. Jer. 4, ig. Indessen last sich die Hchc derWorden nicht beqvemer ausmachen, als wenn man die Ge-schwindigkeit des Windes in der untern Luft, milder Geschwin-digkeit der Wolcken, so man nach dem Raum, welchen sie ineinerley Zeit durchlaufen, abmessen kan, vergleichet. Über-haupt haben diejenigen, welche die Höhe der Wolcken, in nahebey der See gelegenen Orten gemessen, versichert, daß sie solcheniemalen höher, als eine Viertel-Meile, mehrentheils abernoch niedriger gefunden. Da aber dennoch dieselben demmenschlichen Gesicht sehr hoch vorkommen, als ob sie an denSternen-Himmel reichten, so werden lauter hohe Sachen da-durch angedeutet, Job zz, 5. Es. 14,14. Ps. g6, 6. 57, n.^8, 5 . Job 2o, 6. beym Jer. 4,29. heist im Hebräischen indie Wolcken gehen so viel, als auf die höchsten Berge, so mitWolcken bedeckt sind, sich retiriren.

§. 12. Der Haupt-iTlmzen der Wolcken ist, daß sie imSommer Regen, und im Winter Schnee geben, Job, 27.

F z Ps.