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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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84 Von Dünsten, Nebe! und Wolcken.

wachsen, Thieren und Menschen diene, daß sie sich von einemOrt und Lande in das andere bewegen, Job 37,12. daß es wederzu wenig noch zu viel regne, der Winter nicht zu kurtz auch nichtzu lang wahre. Insonderheit sind die Wolcken ein Bild derherrlichen Gegenwart Gottes,Apoc. io, 1. c. 14,14.15.16. theilswenn er kommt die Sünder zu strafen, Ps. 18,12. 77,18. 97,2.Gen. 7,11.12. theils den Frommen zu helfen undGutes zuthun,Deut. 33, 26. Job Z7,12. iz. Also bedeckte, zum Zeichen derherrlichen Gegenwart Gottes, eine Wolcke die Hütte desStifts, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllete die Wohnung,Exod. 40,94.35. Num. 9,15. wie auch den Tempel, iReg.z,io. 11. 2Chron.z, 13. Ezech. io, 3.4. Gott kam zu Mose ineiner dicken Wolcke, als er sein Gesetz gab, Exod. 19,9. c.24,15.16.18. Deut. 4,11. c. 5, 22. In einer Wolcken-Säule er-schien er den Kindern Israel in der Wüsten, und führete sie,Erod. 13,21.22. c. 14,19. c. 33,9.20» Num. io, 94. In einerWolcken-Säule erschien er über dem Gnaden-Stuhl, Lev.16,2. Und so auch in einer hellen lichten Wolcken bey der Ver-klärung Christi, Match. 17, 4. 5. Marc. 9, 7. Luc. 9,34. zz. ^So wird auch der Herr einmahl wiederkommen in den Wol- -ken mit grosser Kraft und Herrlichkeit, Dan.7,iz. Luc. 21,27. -gleichwie er in einer Wolcken, als einem Wagen aufgefahren !gen Himmel, Act. 1,9. und die Gläubigen mit solchem Braut-Wagen ihm auch entgegen werden abgeholet werden, 1 Thess. 4,17. coll. Apoc. ii, 12.

§. 9. Wenn die untere Luft dichter oder schwer wird, so stei-gen die Dünste höher, und da die Luft oben weiter ist, alsunten, finden sie einen grossem Raum sich auszubreiten, unddaher zertheilen sich sodenn die Wolcken, und fahren gantz auseinander, daß man nicht siehet, wo sie bleiben, indem diejeni-gen , welche höher gestiegen, durch den Wind verjaget werden,ehe mehrere nachfolgen können. Daher verstehet man, wennElihu vom hellen Wetter spricht, daß sich die dicken Wolckenscheiden, und der Nebel verjaget werde, Job 37,11. 21. Wennaber die untere Luft leichte wird, ziehen sich die Dünste inWolcken zusammen, Massen sie zu fallen anfangen, und solcher