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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
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Von Dünsten, Nebel und wolcken. 79

kommt er solchen von nichts andern, als von den wohlriechendenAusdünstungen aus den Blüthen, Blumen und Kräutern,welche die wässerige Dünste in der tust angenommen haben,z) Sie sind ein tüchtiges Mittel, den so nöthigen Umlauf desWassers in der Natur, vermöge der O.vellen, die sie erzeugen,damit das aus der See ausgedünstete Wasser von denen Flüs-sen wieder zu seinem Ursprung zurückgeführet werde, zu unter-halten, und also dem Erdboden immer frisches Wasser mitzu-theilen. 4) Sie befördern die Ausdünstungen der Psianhen,daß sie sich wegen der überfiüßigen Feuchtigkeit nicht überwach-sen, oder von dem in den weiten Lust-köchern der Erde stehendenWasser, welches darinnen faul und stinckend wird, nicht unge-sund werden. 5) Sie ergvicken die Pstantzen, wenn sie in derHitze welck werden, wie man des Abends sehen kan, da die Luftfeuchte wird, und die Blätter, welche von beyden Seiten Lust-Löcher haben, dadurch die Feuchtigkeiten an steh ziehen, undalso erfrischet werden. 6) Sie machen die Luft durch ihreVeränderungen geschickt zu allerhand Zeichen der bevorstehen-den Witterung.

Diese und andere Vortheile mehr, die man von den Dünstenhat, und in der Natur zu gar vielen gebraucht werden, also,daß sehr vieles ohne dieselbe in der Welt nicht statt finden würde,lassen uns einen besondern Umstand von der Weisheit und Gü-te des Schöpfers erblicken. Darum loben auch Dünste undDampf GOtt den HErrn, Ps. 148,8. der sie aufsteigen lässet,Gen. 2, 6. Ps.iZ5/7> Ier.io,iz. c.51, c6.

H. z. Eine Menge wässeriger Dünste, die sich dergestalt inder Luft zusammengezogen, daß sie davon undurchsichtig wird,heist ein Unedel, welcher also entstehet, wenn die in der Luftzerstreueten wässerigen Dünste durch die Kälte verdicket wer-den, und sich in solcher Menge in der untern Luft zusammenziehen, daß sie wegen ihrer Schwere nicht in die Höhe steigenkönnen. Derowegen weil im Sommer die Dünste höher stei-gen, und die in der untern Luft verbleiben, des Nachts durcheinen Thau niederfallen, so pflegt auch im Sommer kein Nebelzu entstehen, wie es wohl im Herbst und Winter geschieht, da

die.