8o Von Dunsten, Nebel und wolcken.
die groben Dünste in der niedrigen Luft verbleiben, und die kaltedicke und dichte Luft dieselbe nicht so leicht fallen läst. Im He.bräischen wird der Nebel ebenfals verstanden unter dem Namenvapor, Gen. 2,6. und vapores, Ier.io, iz.
heist aber auch Job 37, n- Es. 44, 22. Ezech. 8, n.
und , t^allZo, Deut.4, II. 2Sam.22,io.Zeph.i, iz. Joel2, 2. Job z8, 9. und GriechischSap. 2, 4. Sir. 43,24.
§. 4. Der Nebel macht die Luft feuchte, und demnachverursacht er allen Nutzen und Schaden, den feuchte Luft stiftenkan, ;. E. Feuchte Luft ist dem Menschen ungesund und zumArhemhohlen untüchtig, vornemlich wenn garstige Ausdäm,pfungen darinnen sind, davon der Nebel öfters sehr stinckend ist.Wenn aber der Nebel entweder niederfället, oder in die Höhesteiget, so reiniget er die untere Luft von den groben Dünsten undschädlichen Dämpfen, die er an sich ziehet. Da auch vieleNebel, die den Tag über dauren, nicht allein die Sonne in ihrerWirckung, wodurch sie den Erdboden erwärmet, hindern, son-dern auch der Luft, und folgends andern Körpern ihre Wärmebenehmen, so sind sie ein Mittel die Kälte zu verschaffen undzu vermehren, Sir. 4z, 24. zugeschweigen, daß daö Steigenund Fallen des Nebels von der Veränderung des Wetters zeu-get; denn dieses gemeiniglich gut Wetter, jenes aber Regen an-deutet, indem die Materie dazu in die Höhe gezogen wird, undendlich Regen-Wolckenformiren, conf. Gen. 2,6. Jer. 10,13.
§. 5. Der Nebel, Rauch und Dampf ist ein Bild unsersLebens, Jac. 4,14. weil es eben so-verschwindek und davon fäh-ret , Ps. 144,4. Ps 90,8. Ps. Z7,20. Ps. 1O2,4. So wirdauch durch die gäntzliche Vertilgung des Nebels durch die Son-nen-Strahlen angedeutet, daß das Göttliche Gnaden-Lichtalso die Sünde vertilge, Es. 44, 22. coll. Jobz7,1,. DerbTebel des ^äucbvvercks bey den Opffern war ein Zeichendes Göttlichen Wohlgefallens, Lev.ib, 13. 2 Chrom 5, iz. 14.Ezech, 10,3.4. bey den Abgöttischen aber ein Zeichen ihrer mitgroben Irrthum dick bewölckten Hertzen, Ezech. 8, n.
§. 6. Die
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