Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
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Von dem winde.

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feuchte machet, auch Regen verursachet. Also bringet derWind, der über die See bläset, eine mit vielen wässerigenDünsten angefüllete tust mit sich, und ist demnach feuchte.Dergleichen ist wie in palL-llmg, also auch bey uns der West-Wind Luc. 12,54. und dessen Neben-Winde, der Süd-Westund Nord-West. Weil auch Eiß und Schnee, auch bey dergrössesten Kalte, noch immerzu ausdünsten, und die Luft überden Gebirgen, welche stets mit Schnee bedeckt sind, mit vielenDünsten erfüllet wird, welche, wenn sie aus solchem Ort meinewärmere Gegend geblasen werden, die daselbst befindliche Luftwässerig und feuchte machen; So ist auf solche Weise derNord-Wind in kalMing, weil er über die Caucasischen undArmenischen Gebirge streichet, auch ein feuchter Wind, oderbringet Regen, wie es nach dem Hebräischen heist,Prov. 25, 2Z.

H. 8. Der Wind ist trocken, wenn er über trockenes Landbläset, und eine von Dünsten gereinigte Luft zu uns treibet, oderwenigstens solche Luft, darinnen die enthaltenen Dünste keineFeuchtigkeit verursachen. Dergleichen bey uns der Ost-Windist, doch bey weitem nicht so hitzig, streng und ausdörrend, wiein den Morgen-Ländern, weil er in seinem Strich über denund die hohen Gebirge sehr gemäßigt und fri-scher wird, ie mehr er sich gegen Norden wendet; da er im Ge-gentheil in den Orientalischen Ländern, über Perfien, die gros-se sandichteTarkarey und China, als selche Länder, die dem hi-tzigen Strich unter der Linie näher liegen, gehet und keine feuch-te Dünste mit sich führet, also dürre ist, daß er zuweilen dieSaat und andere Gewächse verbrennet, Gen. 41,6. Exod. 14,21. Job 27,21. Es. 27,8. Jer.4,11. c.18,17. c.51,1. Ezech.17,10. c.19,12. Hos.iz, 15. Ion. 4, 8. Hab. 1,9. wie auchdie Wasser austrocknet, Exod. 14, 21.

H. y. Die Wirkungen der Winde sind theils nützlich,theils schädlich, Sir. zy, 52. zg. denn durch die Wärme, wel-che er dem Lande zuführet, befördert er die Fruchtbarkeit,sonderlich wenn im Frühlinge und Sommer das Erdreich vor-her durch einen starcken Regen angefeuchtet worden, und dar-auf