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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Von dem Winde.

§. z. Der Wind heist warm, wenn er warme Luft zu unsbringet,indem er aus einem Lande kommt,wo es warm ist. Weil,nun die Länder gegen der Linie gelegen, wärmer sind, als dieübrigen, so müssen die Mittags-Winde, welche aus der Gegenddes hitzigen Striches des Erdbodens kommen, warm seyn. Undje näher ein Land solchem hitzigen Strich lieget, ie wärmer müs-sen ihm solche Winde seyn, darum ist der Südwind in UalMi-na ein rechter Heister Wind, Job 37,17. Cant.4,16. Luc. 12,5z.ja oft sehr schädlich gewesen, der die Leute gantz entkräftet undgetödtet, conf. Ps. 91,6 *. Da auch die Sonne das Wassernicht so sehr erwärmet, als die Erde, so ist auch die Luft überdem Erdboden wärmer, als über dem Wasser, und demnachsind die Land-Winde, die über ein trockenes Land blasen, war-mer,als die See-Winde. Wiederum weil im Winterdie See,welche nicht zugefroren, wärmer ist als die Erde, welche gefro-ren und mit Schnee und Eiß bedeckt ist; so ist der Wind, wenner über die offenbare See bläset, des Winters warm.

§. 6. Ein kalter Wind heist, der aus kalten Ländern kal-te Luft zu uns führet. Weil es nun gegen die Pole zu kälter ist,

als gegen die Linie; So sind die Winde, welche aus denen gegendie Pole gelegenen Ländern blasen, allemal kalt. Darum istder Nord-Wind, der von dem Nord-Pol herwehet, Job 26,7.ein sehr kalter Wind, Job 37, 9. Sir. 43, 22. Darum dieBraut Cant.4,i6. spricht: Stehe auf, d.i. hebe dich weg dukalter lTlord Wrnd, und komm du wärmer und ange-nehmer Süd - wind rc. Wenn auch das Land, daher derWr'ad bläset, gefroren und mit Schnee bedeckt ist, es mag fe-stes Land oder Wasser seyn, sehr kalte Luft hat; So muß auchder Wind, wenn er daher wehet, es sey welche Gegend es wol-le, k alt seyn. Wiederum da es aufGebirgen immerzu kalt ist,so ist auch der Wind, wenn er darüber bläset, im Sommer kühleund im Winter kalt.

§. 7. Ein feuchter wind heist, welcher aus einer feuch-ten Gegend viele Dünste mit sich bringet, und dadurch die Luft

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* '^. klbliorkec. Lrement. 6Is<s. VII. f'ztc. 4. n. 5. L. Urren-

d-rx. odlsrvac. pvm schädlichen Mittags-Winde.

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