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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
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54 Von dem winde.

leichter oder schwerer, und also ihr Gleichgewicht inbenachbar-ten Ländern gäntzlich gehoben wird. Der gemeineste Namedes Windes ist im Hebr. und Chald. Dan. 2, Z5.

s racl. räumig, luftig und nicht verstopft seyn; im Grie-chischen und Mari, von -Trvsü-, 60, lgiro; und

von och/u,, 60, oder«vk//«/) laxor, Lolvor. Es ist der Windam 2 Tage der Schöpffung zugleich mit der Luft erschaffenworden, AmoZ4,iz. coll. Gen. 1,6.7. darum ist er auch seinWerck, und heist das Blasen, Schnauben oder der OdemGottes, Exod. 15,8.10. Ps. 18,16. Job 4,9. c. Z7,io. Es.40,7. der ihn auch allein mit seinen Händen fasset, Prov. zo,ihm das Gewichte machet, Job 28, 25. d.i. seine Stärcke undBewegung ordentlich abwieget, zum Nutzen der gantzenErdeund ihrer Einwohner; und ihn in seine verborgene Oerter ge,leget hat, Ps. 155,7. Jer. io, iz. c. 51,16. aus welchen er ihnnach eigenem Gefallen und Rath, so oft, und wohin er will, her-ausführet, und kommen läst aufErden, Gen. 8,i. Exod.io,rz. 19» Ion. 1,4. Num. n, zi. damit dadurch sein Wille aufdem Erdboden ausgerichtet werde, Ps. 148,4. darum auch vonGottgesaget wird, daß er gehe aufoen Flügeln des W.mdes, Ps. i8,ir. Ps.io4,z. d.i. regieret den schnellenLaufderWinde.

§. 2. Die Ursachen der Luft-Bewegung oder des Win/des sind mancherley. Denn so entstehet ein Wind 1) durchdie warme: durch diese wird die Luft in einem grossemRaum ausgebreitet, daher sie sich alsdenn zur Seite in den küh-len Ort beweget und dahinein dringet, und ie mehr sie daselbstWiderstand findet, desto geschwinder ist die Bewegung. Aufsolche Weise bläset ein kühles Lüftlem aus einem warmen in denkühlen Ort, dergleichen man oft zur Mittagszeit in schattichtenWäldern empfindet, imgleichen in Thälern zwischen hohenBergen, da es schatticht ist und ein enger Eingang vom freyenFelde, das die Sonne starck bescheinet, conk. Gen. 18,1. ImGegentheil verursachet auch 2) die Ralte einen Wind, in-dem sie dieLuft zusamen ziehet,und also dadurch ihre ausdehnende

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