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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
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Von der Luft. 5Z

kunft Christi, so tvohl die auferrveckten, als so denn noch leben-de Gläubigen, dem ankommenden Herrn auf den Wolckenentgegen geführet werden sollen, iTheff. 4,17.

z) In einem Geheimnißvollen Verstände wird die Christ-liche Kirche der Luft verglichen, Apoc. 9,2. weil sie von ChristiWort erleuchtet wird, und auch von ihm ihres geistlichen Le-bens Kraft und Bewegung hat; wie im Gegentheil durch Irr-thum und falsche Lehre sie verfinstert und vergiftet werden kan.

§. 2o. Die gewöhnlichsten Sprüch-lVörter von derLust sind: i. In die Luft streichen, i Cor. 9,26. oder in denWind arbeiten, Coh.5,15. das ist, vergebliche Arbeit thun.2. In die Luft oder in den Wind reden, 1 Cor. 14,9. Job 6,26. d. i. eitele, unnütze Reden, die ohne Frucht und Erbau-ung sind, führen.

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Das 2 Capitel.

Von dem Winde.

Luft ist einer Wage gleich, welche so lang inne stehet,oderin ihrem Gleichgewicht undWagerechten Stande bleibet,als die Gewichte in beyden Schalen gleich sind; wenn aber demGewichte auf der einen Seite etwas benommen oder zugelegetwird, so erfolgt der Ausschlag, und die Wage bewegt sich baldnach dieser, bald nach jener Seite. Dieses aufgehebte Gleichge-wicht oder Bewegung der Luft wird der lVtnd genennet. Die-ser nun ist sehr veränderlich und bläset nicht beständig aus einerGegend, Coh.i, 6. welches man bald aus dem Zuge der Wol-ken, bald aus den Flaggen auf den Schiffen, und aus denWetter-Hähnen auf den Thürnen und Dächern sehen kan;Ja aus dem Zuge der Wolcken mercket man an, daß der obereWind oft aus einer gantz andern Gegend, als der untere bläset.Dergleichen Bewegungen in der Luft entstehen, wenn die aus-dehnende Kraft der Luft an einem Ort stärcker wird, als an demandern, und dieses kommt wieder daher, wenn die Luft wo

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