Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
45
Einzelbild herunterladen
 

stech

Akelei,!

rche«:

leiste^

c-r,^

MD

stäH-i

l^a:

eren KMeGex

f?/H

AÄk

§ 6 ^

Don der Luft. 45

gel-Gewölbe ausstehet, so redet Elihu in seinem Gkelchniß garrecht. Welches denn noch mehr dadurch bestärcket wird, weilder Himmel bey nächtlicher Weile, wie eine hole Kugel, bey Ta-ge aber wie ein niedrig gedrucktes Spiegel-Gewölbe ausstehet,so von nichts anders, als unsrer Luft herkommt. Denn vondem Himmel sehen wir die Helfte, und also kommt er uns, wieeine halbe Kugel vor; von unser Luft aber, die nicht hoch überdie Erde hinaufsteiget, sehen wir nur ein Weniges, so dahernicht vollkommen rund aussehen kan *.

H. 5. Auster der LlaüicirLc oder ausdehnenden Arafthat die Luft noch eine andere Haupt-Eigenschaft, nemlich dieSchwere f, womit stch dieselbe um die ganße Erde beweget,so, daß sie nimMer stille stehet, Coh.1,6. und in keinem anlie-genden Lande ein lerer Raum bleibet, den sie nicht anfüllet, jasie dringet in alle Tieften, und so gar in alle Körper, deren gro-be Zwischen-Raumlein sie erfüllet. Ob zwar nun diese Schwereder Luft erst 164z. durch ^ orriLellum entdecket worden, so wol-len doch andere dagegen behaupten, daß dieses Geheimniß derNatur insonderheit denen Heil. Alt-Vätern nicht unbekanntgewesen, und deuten also hieherJob 28, 25. Da Gott demWinde oder der Luft ihr Gewicht machte. Hat nundie Luft ein Gewicht, so hat sie auch ihre abgemessene Schwere,und muß daher die obere Luft die untere zusammendrücken,darum auch drese viel dicker ist, und im Gegentheil ie höher mansteigt, ie dünner muß sie werden, bis sie endlich nach und nachsich gar verlieret in dem Sternen-Himmel, und so denn ^rker,oder die gantz subtile Himmels-Luft genennet wird. Wenndie Luft zu dünne wird, so können die Thiere darinnen nicht mehrleben, sondern mästen endlich gar sterben. Darum könnenauch die Vögel, deren Element vornemlich die Luft ist, und da-her die Vögel des Himmels genennet werden, Gen. 1, 26.28.c. 2,19.20. Ps. 8,9. Match. 6,26. die da fliegen über die aus-gedehnte Luft, Geil. i, 2O. Bar. 6, zz. Sap. 5, n. sich nurbis auf eine gewisse Höhe in die Luft begeben, als nemlich

die-

* v'. 8ckeUckr. pkys. 8. /ob. p. ;:y.

H viä. Lcbeucbr. p. 2. e. 7. x>.