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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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46 Von der Lust.

dieselbe zu ihrem Fliegen beqvem ist, und sie auch noch darin-nen leben können.

H. 6. Es wird aber die Luft immer dünner und ausgebrei-tet durch die Wärme, darum muß man in der Hitze nachder Luft schnappen, Ier. 14,6. oder lechzen, Jer. 2,24. Hin-gegen durch die Kälte wird sie in einen engern Raum zusammengebracht, und also dicker. Darum hat man im Winter undor^innir in den Nordischen Ländern dickere, dichtere und Mehrzusammen gepreßte Luft. Darauf zielet Hiob c. 26,7. wenner in seiner Sprache bezeuget: Er breitet den LTlord, d. i.die dicke Nord-Luft aus, üver das Lähre, oder die äußerstenleeren und unbewohnten Nord-Kreise, oder kalte Toms.

H. 7. Weil in die Luft allerley Dünste aufsteigen, welchenicht nur die Wärme, sondern auch sogar die Kälte aus demWasser in großer Menge ausdünsten läst; Ja alles,was aus denLeibern derMechchen und Thiere, und aus den Pstantzen täg-lich in großer Menge rranchirirek, in die Luft gehet; Imgleichenwas durch das Feuer verzehret, und durch die Verwesung oderdurch andere Wege der Natur sehr lubrit aufgelöset wird, seinenAuffenthalt in der Lust findet; So ist die Luft das allgemeineBehältniß der Materie in der Erde, so gar, daß kein Ständlernvon allen Materien, die zur Erde gehören, und Gott der Herrin der Schöpffung ihr zugeeignet, und in die Lust gehen, weg-kommen kan, sondern daselbst als in einem allgemeinen Behält-niß aufbehalten und beständig erhalten werde. Darum ist auchdie Luft ein Spiegel der göttlichen Weisheit, und die darin-nen aufbehaltene Auödämpfungen der Erde loben den Schöpf-fer, conf. Ps. 148, 8.

§. 8. Dieses wird ferner bewiesen, weil die Materie, wel-che irr der Verwesung und anderer Auslösung der wandelbarenKörper in die Lust gehet, eben diejenige ist, davon auf der Erde<llle Pstanhen, Thiere und Menschen, ihre Erzeugung, Wachs-thum, Nahrung, und Erhaltung haben; So wird die Luftdas Haupt-Mittel, wodurch Gott den veränderlichenZustand aus dem Erdboden erhält, und auch immer neueVeränderungen hervorbringet, z. E. Man siehet täglich, daß

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