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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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44 Von der Luft.

einander gehen, und der Schnee nur von wenig einfallenden,nicht aber von vielen andern gegen ihm zurückgeprellten Strah-len berühret wird. Die mutiere Remon 0 er Luft wird da-hin gesehet, wo die Wolcken sind, wiewohl man da keine ge-wisse Grentzen sehen kan, weil die Wolcken des Sommers hochin der Luft schweben, im Winter aber ganh nahe bey der Erden,ja oft wie ein Nebel um uns sind; daher hier die mirtelere Re-gion verringert, dort aber die unterste vergrößert wird, ie mehrnemlich die perpendicular einfallende Sonnen-Strahlen zurü-cke prellen und die Luft erwärmen. Die höchste bester derLuft, erstreckt sich endlich von den Enden der mittelsten bis zuder obersten Höhe der Luft selbst, und ist über den Wolcken *.

H. 4. Sehr schön vergleicht Elihu beymHiob c. 57,18. dieHimmelS-Luft einem gegossenen Spiegel: rmc rune expsn-clllli cum ipio Trlrer:i, ürma inllnr ipeculi lull? d. i. Hast duden Himmel, der anzusehen, wie ein gegossen Spiegel, mit ihmausgespannet? Denn es hat die HimmelS-Luft bey Tage, wennsie recht helle und heiter ist, oder nach einem schweren Wettersich öfnet, oder weit und breit ausdehnet, eine hellblaue Gestalt,so auch sonst die Gestalt oder Glany des Himmels genennetwird, Ezech. r, 22.26. Dan. 12, i. Erod. 24, is. s. DieseFarbe muß man mit dem gemeinen Volck nicht suchen indemSternen-Himmel, sondern einig und allein in der OptischenVerdichtung der Luft. Nemlich die Luft restectiret das Lichtder Sonnen und hat einen Glanh; sie ist aber nicht dichte in derHöhe, und daher eben so viel als wenn sich schwache Farbe mitweisser vermischte, welche Verwischung eben eine solche Farbehervorbringet, die sich ins Blaulichte ziehet. Daher im Ge-gentheil des Nachts, da das Sonnen-Licht unsere Luft nicht er-reichen kan, und die Strahlen, die in ihr gebrochen werden, nurvorbeyfahren, und also in der Luft kein Licht noch Glanh ist, derHimmel ganh finster und schwach ausstehet; denn wo wickelnLicht sehen, da siehet es uns schwach aus. Wenn nurr der Him-mel bey Tage wie ein holergegossener Spiegel, oder holes Spie-

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* viä. p. 2. c.§. ;.x. 26.

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