Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
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Von -er Lust. 4Z

ln Gestatt eines Ringes, als ein überall umffießendes Meerumschließen mufte, und was in der Luft noch behängen blieb, zuWolcken wurde, zwischen welchen und der Erde die aufgehei-terte üift sich als eine Scheidewand oder Vorhang präsentirte.Denn also spannete oder breitete Gort den Himmel aus, Job8. Er -ehnere ihn aus, wie ein dünne Fell oder Tuch(velur renue, wie nichts) Es. 40,22. oder breitere ihn auswie ein Teppich, Ps.io4,2. darum ist auch diß ein Werckund Meister-Stück GSttes, Ps. 8 ,4. und solch flüßiges We-sen dienet dem großen Himmels-Könige zu einem Sitz undStuhl, Job 26, 9. zu einem Saal, Amo§9,6. und Umgän-ge, Job 22,14. ja anstatt einer Schatz-Kammer der Luft-Ge-schichte, und eines allezeit wohl versehenen Zeughauses seinerGüte und Gerechtigkeit, Job 58,22.2z. Ps. 18,10-15. Ps104, z. Nah. i, z. Daher auch die Heyden die Luft für wasGöttliches gehalten und verehret haben, Sap.iz,2. conf. Oc.lle nar. Oeor.

§. z. Die alten Natur-Lehrer theileten zwar die Luft in zfestere oder Kegioi-e§, d. i. verschiedene Höhen, deren ersteund unterste liegt auf der Erden, die zweyte in der Mitten, unddie dritte zu oberst ist; aber die Grentzen dieser verschiedenenLust-Refieren waren bey ihnen gantz ungewiß. Nun aberdurch Mittel der Abend-und Morgen-Demmerungen, sowoldie Sommerliche grössere, als Winterliche kleinere Höhe derLuft ziemlich gewiß kan gesetzet werden, lässet sich auch was siche-res von der Höhe Leder Luft-Refieren erforschen. Die unter-ste bester -er Luft ist wegen Zurückprellung der Ssnnen-Strahlen warm, und gehet so weit, als die von der Erden zu-rück-prellende Strahlen der Sonnen eine empfindliche Wärmeverursachen. Es sind nemlich die einfallende und zurück-prel-lende Strahlen der Sonnen nahe bey der Erden und in den Thä-lern gantz dicht beysammen, und daher ihre Kraft um so vielstärcker; ie höher sie steigen, ie weiter gehen sie von einander,und verlieren folglich allgemach ihre Erwärmungs-Kräfte, undist kein Wunder, daß auf den höchsten Gebirgen der Schneeimmer lieget, weil dorten die Strahlen sehr weit von oder aus

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