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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Von der Erde überhaupt ZZ

ohne Einwohner, ein blosser ungestallter wüster oder öderKörper seyn sollte, sondern daß sie bewohnet würde, Ps. 115,16. Es.45,18. Gen. 1, 26,28. auch sie deßwegen so zugerich-tet, daß sie zu einer Wohnung für Menschen und Thiere ge-schickt wäre; wie denn dieses unser Wohn-HüuS der allweiseund allgütige Gott, mit so Unendlich vielem, zierlichen undnützlichen Hausrath angefüllet, daß es an keinem kehlet, waswir zurNothdurft, zur Bequemlichkeit und zur Ergötzlichkeiknöthig hüben. Darum lehret uns die Erde nicht nur, daß emGott sey, Job 12, 8. sondern auch, daß die Erde ist voll derGüte des Herrn, Ps. gg, 5. und seiner Güter, Ps.io4,24. undwir schuldig seyn, als vernünftige Creaturen, Lehn-Leute undHaushalter Gottes, seinen als unsers Lehn-Herrn Reichthum,seiner Güte, und die Güter dieser Erden recht zu brauchen, undnicht mißbrauchen, als wären wir EigenkhuMö-Herren,i Cor. 7, zu

§. 9. Die äussere Gestalt und Beschaffenheit der Erdezeiget klärlich, daß der Schöpsser auch hier alles weislich undgut gemacht hat. Denn wäre die Erde ein hellgläntzend Klum-pen Gold, oder ein hellfuncklender grosser Diamant, oder lau-ter Wasser, wo könnten so denn die Pflantzen wachsen, wo dieThiere und Menschen leben, und ihre Nahrung haben? Wäresie etwas härter als sie ist, wie sollte sie der Mensch bauen oderdarinnen Handthieren können? Wäre sie etwas weicher als sieist, so könnte sie uns nicht ertragen, und man würde stets hin-einsincken, wie in einen Schlamm oder Sand. Es scheinetuns zwar Nichts geringer zu seyn, als die Erde, und die aller-elendesten treten sie mit Füssen, und doch giebt man die gröstettSchätze darum, daß man sie besitzen darf. Die Hcyden ha-ben sie unter allerhand Namen gar als eine Göttin verehret,wie z. E. die alten Teutschen unter dem Namen llerrtta,villl Irw. 6s mor. 6erm. Es ist freylich höchst-verwundet-lieh, daß ein schwacher, unansehnlicher, grober Erdklump,oder ein Haussen Staub, so unzehlich viel, unendlich künstlich?und unvergleichlich schöne Gestalten, so viel zierlich gefärbteGewächse, Blumm, Früchte, Thiere hervorbringet und

E 2 nähret.