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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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z6 Von der Erde überhaupt.

nähret. Alles aber was sie hervorbringet, das muß wieder insolche kommen und verderben, und doch wächset sodenn etwasdaraus,das wieder neue Früchte bringen kan. Also nimmt sie al-les an, was sie giebt, daß sie uns solches noch einmahl geben kan.Also muß die Verwesung des Saamenö und der Mist der Thie-re, welche sie ernehret, sie selbst erhalten und ihre Fruchtbarkeitbefördern. Also ie mehr sie giebt, ie mehr nimmt sie wiederan, und wird doch niemahls arm, oder an ihren Gütern er-schöpffet, wenn man nur bey deren Bestellung ihr dasjenigezu geben weiß, was sie gegeben hat.

§. io. Die gemeine Erfahrung lehret uns, daß vielerleiArten der Erde seynd, alle aber ihren Nutzen haben. Dennausser der guten oder fruchtbaren Erde, hat man auch Ziegel-Erde, daraus die Ziegel gestrichen werden; Leim, Thon undTöpffer-Erde, daraus allerhand Gefässe und Hauögeräthebereitet werden; kostbare Erde, die man in der Artzney ge-brauchet, u. d. gl. dazu man auch den Sand mit rechnet. Diesevielerley Arten der Erde sind an einem Ort oft bey einander an-zutreffen, indem sie Schichten-weise abwechseln, also, daß eineLage immer von einer andern Art ist, als die andere, z. E. wennoben gute schwartze Erde ist, so folgt etwa darunter Leim, nachdiesem wohl Sand, unter dem Sande Thon, u. s.w. Daß aberdie Abwechselungen solcher Lagen nicht überall von einerleyArt sind, ist theils der allgemeinen Sündfluth, theils besondernUeberschwemmungen zuzuschreiben, wo das Wasser sich gefe-Het, und bald diese, bald jene Lage zurück gelassen, als es davongewichen. Doch ist auch hierinnen GotteMZeisheit zu erken-nen, daß er solche Ueberschwemmungen zr^ss Nutzen des Men-schen gerichtet,denn wenn einerley Art derErde durchgehends anallen Orten wäre; so würde man verschiedenen Nutzen entbeh-ren, den man von der Erde hat, oder wenigstens mit grossenKosten erhalten müssen, was man an seinem Ort nicht hätte.Nun aber da die Erde an einem Orte Schichten-weise abwech-selt, und also allerhand Arten derErde bey einander anzutref-fen sind, so hat man sich auch des Nutzens, den man von derErde haben kan, überall zu erfreuen.

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