und Erhaltung. 25
fach der Bewegung zuschreibet; So kau doch die Natur nichtsthun, sie werde denn beweget von Gott, und wir mühen end-lich in ihm, als der ersten Quelle stille stehen, und gedenken,daß Gott uns und aller, Geschöpffen mit seinen kräftigenWirkungen allezeit zugegen, und wir in ihm leben, webenund sind, Act. 17,28. und also nicht die äußerlichen scheinbarenUrsachen, sondern der unsichtbare Gott allein, als derSchöpf-fer und Erhalter aller Dinge, der einige Zweck unser Aufmerck-samkeit und Anbetung ist, und seyn soll. So ist auch nichtnur der Vernunft, sondern selbst der Heil. Schrift gemäß, alleWirckungen, so in der Natur sich zutragen, nicht der Natur,nicht den so genannten cauüis lecunttis oder Nebenursachen,sondern unmittelbar Gott selbst zuzuschreiben, z. E. die Her-vorbringung des Regens, Erweckung des Donners, Erzeu-gung der Gewächse und Thiere, Bildung des Menschen inMutterleibe, rc. Alles dieses und noch mehr, was in derNatur oder den natürlichen Körpern vorgehet, wircket der all-mächtige alles erhaltende Wille Gottes, zwar niemals ohne einnatürliches Mittel, daraus aber folgt gar nicht, daß diese Mit-tel etwas wirckliches zu Erhaltung anderer Cörper beytragen,als deren Erhaltung selbst von dem göttlichen Willen herrühret,und also alle Ehre der Erhaltung allein Gott zukommt. Eshat nemlich der allweise und allmächtige Schöpffer aller Dingedie Materie und deren Bewegung erschaffen oder hervorge-bracht, ohne ein dazwischen kommendes Mittel einer andernBewegung, und bedient sich nun eben dieses erschaffenen Mit-tels der Bewegung wiederum nach seinem freyen Willen zu die-sen oder jenen Wirckungen oder Verrichtungen, so in der gan-zen Natur sich zutragen f.
§. 12. Die Schöpffung der grossen Welt ist ein Bild derneuen Schöpffung, so derdreyeinige Gott mit der kleinenWelt oder dem Menschen in dessen Erneurunq täglich vor-nimmt * Denn
i) Wie dort außer Gott nichts war, woraus die Welt er-
B 5 schaffen
t V>6. 5ckeucl,r.kkvs.?.I.x.4. p.41. tq. Lc c.i6. p. l6z.
* Vi-i. l. c. p. 6.