LS Von Her Welt Schöpfung
Act. 14,15. c. 17,24. Eph. z, y. Col. i, 16. Apoc. io, 6. c. 14,7.Und ist der Schöpffer der Welt nicht eine Person,sondern lello-va Llollim, Gott in drey Personen, oder der dreyeinige Gott,Gen. 1, i. Ps. ZZ, 6. welches auch die drey unterschiedenen Wör-ter bey der Schöpffung, erschaffen, sprechen, schweben,auf eine besondere und geheime Art andeuten, Gen. i, 1.2.
H. 7. Die ssahrszeir, in welcher die Welt erschaffen wor-»den, kan man zwar so gar eigentlich und genau nicht bestimmenoder angeben. Indessen wenn es den Gelehrten sehr wahr-scheinlich vorkommt, daß die Sonne oder Erde am Ansang ineinen von den zwey Puncten, wo die Lclipcica oder Sonnen-Straße den Z^uarorem, d. i. die mittelst» linie, so die Erd-Kugel in zwey gleiche Theile, zwischen denen ?olis, durchschnei-det, welche man punÄZ TguinoAigüa nennet, gesetzet worden,und also damahls Tag und Nachtgleich gewesen, und dieses sichnunmehr» beym Anfang des Frühlings undHerbsts ordentlicherWeise zutraget; So scheinen diejenigen den andern noch zuvZeit an Beweißthümern überlegen zu seyn, welche den Herbst,vornehmlich wegen der Vollkommenheit aller Geschöpffe, undder Zeugnisse des Alterthums, für die erste Iahrszeit ansetzen f.
§. 8. Was die ersten krincipia aller erschaffenen Dingeoder die einfache Materien, sonst auch Elemente genannt,Sap. 7,17. woraus die gantze sichtbare Welk bestehet, oderdurch deren Vermischung alle übrige Cörper, die in unsereSinne fallen, herauskommen, anlanget; So will zwar einjeder gern den Grund seiner Meinung, und darauf gebauetenNaturlehre, in der Schöpffungshistorie suchen. Allein,da weder Moses noch die ganze Heil. Schrift dergleichen ?r!n-cipia vniverli , noch die Anzahl der Elementen determinirek,ob nemlich derselben nur eines, wie blelmonrms mit etlichen al-ten ktüloloplns lehret, viel. kbilos. TAevrec. §. 5. p. 271.oder zwey seyn, wie U. Rüdiger in seiner bkyllca cüvina zu-er-weisen suchet; oder drey, wie die Lkymici mit ihrem Saltz,Schwefel und IVlercurius wollen; oder vier, wie -Vrillorelesgeglaubet, nemlich Feuer, Luft, Wasser und Erde; oder gar
unzehliche,
p Siehe Bibl. Historie 2 Theil p. 206.